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Michael Thieme

Was gibt es Neues in der Krankenhauslandschaft? Welche Personalien ändern sich? Gibt es aktuelle Gesetzesbeschlüsse? Welche ökonomischen Auswirkungen haben die jüngsten demografischen Entwicklungen auf den Gesundheitsmarkt? Diese und viele weitere Fragen werden Tag für Tag neu diskutiert und beantwortet. Das Portal „medinfoweb.de“ versteht sich als Onlinezeitschrift für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen. Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.

  • MIW

    Kodierfachkraft: Stellenbeschreibung

    Zentrale Rolle der Kodierfachkräfte für die Erlössicherung im Krankenhaus

    Ein umfassender Leitfaden zu Aufgaben, Stellenbeschreibung, Jobprofil und Marktchancen

    Vor dem Hintergrund der dynamischen Entwicklungen im Gesundheitswesen, besonders im Bereich der Dokumentation und Kodierung medizinischer Leistungen, kommt den Kodierfachkräften eine zentrale Bedeutung zu. Als ausgewiesene Spezialisten spielen sie eine entscheidende Rolle bei der effizienten Gestaltung des Kodierprozesses und der zeitnahen Abrechnung von Krankenhausleistungen, indem sie die korrekte Erfassung von Diagnosen und Prozeduren in hoher Qualität sicherstellen. Im Folgenden wird ein umfassender Überblick über die Aufgaben, die Stellenbeschreibung, das Stellenprofil und den Stellenmarkt für Kodierfachkräfte gegeben.

    Bezeichnungen

    Die Rolle der Kodierfachkraft ist unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt, darunter Kodierer/in, klinische Kodierfachkraft, medizinische Kodierfachkraft, klinische/r Kodierer/in, Dokumentationsassistent/in, Casemixperformer/in, DRG-Profiler/in. Unabhängig von der Bezeichnung umfasst das Aufgabengebiet dieser Fachkräfte die präzise Erfassung und Kodierung von medizinischen Daten gemäß den aktuellen ICD-, OPS- und G-DRG-Systemen sowie den zugehörigen Kodierrichtlinien und gesetzlichen Abrechnungsbestimmungen.

    Kurzbeschreibung der Rolle

    Kodierfachkräfte sind in Krankenhäusern zumeist dem Bereich Medizincontrolling zugeordnet. Mit ihren Spezialkenntnissen in der medizinischen Dokumentation und Abrechnung tragen sie im Rahmen einer bestenfalls fallbegleitend durchgeführten Kodierung maßgeblich zur Erlössicherung der erbrachten medizinischen Leistungen und zur Entlastung des ärztlichen und pflegerischen Personals bei. Nach eigener Erfahrung bringen sie bestenfalls eine medizinische Grundausbildung in den Beruf ein, die durch fachspezifische Weiterbildungen ergänzt wird, um den Anforderungen dieser Position gerecht zu werden.

    Hauptaufgaben

    Die Hauptaufgaben einer Kodierfachkraft umfassen unter anderem:

    • die bestmögliche Erfassung von Diagnosen (ICD) und Operations- und Prozedurenschlüsseln (OPS)
    • Sicherung der medizinischen und pflegerischen Dokumentationsqualität
    • Sicherstellung einer zeitnahen und korrekten Abrechnung mit den Krankenkassen
    • Verbesserung der internen Kommunikation zwischen medizinischem und administrativem Bereich

    Detaillierte Aufgabenbeschreibung

    Zu den spezifischen Aufgaben gehören unter anderem die Primär- und Sekundärkodierung, die Beratung und Unterstützung der klinischen und administrativen Bereiche, die Erfassung von Medikamenten und anderen Zusatzentgelten, die Überprüfung der Dokumentation auf Vollständigkeit und Korrektheit, die Unterstützung bei der Vorbereitung auf MD-Prüfungen sowie die Durchführung von Schulungen. 

    • Primärkodierung/Sekundärkodierung gemäß Arbeitsanweisung in den Fachbereichen …
    • Ansprechpartner für die klinischen und administrativen Bereiche bei Fragen zur Dokumentation und Kodierung in Einzelfällen
    • Erfassung von Medikamenten und anderen Zusatzentgelten
    • fallbegleitende und ggf. standortübergreifende Kodierung
    • Abstimmung mit Ärzten und DRG-Beauftragten Ärzten in Fallbesprechungen
    • Überprüfung auf Vollständigkeit der entgeltrelevanten ärztlichen / pflegerischen Kodierung und Dokumentation von Einzelfällen, insbesondere in den kosten- und erlösintensiven klinischen Bereichen (Intensivstation, OP usw.), z.B. die Dokumentation von Aufnahmenotwendigkeit, Beatmungsstunden, Komplexbehandlungen sowie zusatzentgeltrelevanten und komplizierenden Prozeduren
    • Unterstützung des Medizincontrollings bei der Weitergestaltung der Kodierprozesse
    • Unterstützung bei der Vorbereitung der MD-Prüfungen vor Ort durch Sichtung von Patientenakten, Bewertung der klinischen Dokumentation dieser Fälle im Hinblick auf potenzielle Rechnungskürzungen
    • Erstellung von Stellungnahmen zu MD-Gutachten, Fallbesprechungen mit den Krankenkassen
    • Medizinische Begründungen zur stationären Behandlungsnotwendigkeit
    • Begleitung und Dokumentation der MD-Vor-Ort-Prüfungen
    • Organisatorische Unterstützung und inhaltliche Vorbereitung der Bearbeitung von schriftlichen MD- und Krankenkassenanfragen
    • Vermittlung von Optimierungsstrategien in Bezug auf eine MD-sichere Dokumentation, u.a. Durchführung von Mitarbeiterschulungen in den klinischen Bereichen
    • Regelmäßige Teilnahme an Visiten
    • Durchführung von Schulungen und Informationsveranstaltungen für Ärzte und Pflegekräfte (Dokumentation, Kodierung, DRGs), insb. bei notwendigen Änderungen der Kodier- und Dokumentationsvorschriften
    • Beratung und Hilfestellung bei der Nutzung der vorhandenen Kodiersoftware
    • Beratung und Hilfestellung bei der PKMS-Dokumentation und Kodierung
    • systematische Suche nach Lücken in der Leistungserfassung, der klinischen Dokumentation und der Kodierung
    • Begleitung von Projekten zur Verbesserung des Dokumentations- und Kodierprozesses
    • Zusammenarbeit mit der Allgemeinen Verwaltung bei Abrechnungskorrekturen und der Festlegung von Standards und Arbeitsanweisungen zum Dokumentations-, Kodier- und Abrechnungsprozess
    • Begleitung und Unterstützung des Case- und Entlassmanagements
    • Unterstützung bei Aufbau und Weiterentwicklung eines Leistungsberichtswesens (DRG- Leistungsberichte, MDPrüfergebniss-Auswertungen, InEK-Kostenanalysen, OP-Berichtswesen)
    • Unterstützung im Rahmen der strategischen Leistungsplanung, –Überwachung und –
      Steuerung im Sinne einer prozessoptimierten hochqualitativen Leistungsversorgung
    • Beratung der Geschäftsführung in medizininformatischen und gesundheitsökonomischen Fragestellungen im Rahmen der medizinischen Versorgung und des Fallpauschalensystems
    • die fachliche Anleitung und Unterstützung der im Dokumentations- und Kodierungsprozess beteiligten Mitarbeiter
    • die fortlaufende Schulung der ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter im DRG-Systemdie Vorbereitung und Durchführung von MD-Inhouseprüfungen
    • Unterstützung bei der Durchführung von Leistungs- und Kostenanalysen sowie die Weiterentwicklung eines Gesamt-Controlling-Konzepts
    • Unterstützung bei Vorbereitung und aktive Begleitung der Budgetverhandlungen
    • Einholen von ärztlichen Stellungnahmen
    • Vorbereitung und Begleitung von SG-Klagefällen
    • Unterstützung bei der Datenerhebung und -meldung an zentrale Register (Krebsregister, Endoprothesenregister …)
    • Unterstützung im Bereich externe Qualitätssicherung

    Stellenmarkt, Weiterbildung und Gehalt

    Der Bedarf an qualifizierten Kodierfachkräften ist ausgesprochen hoch, was sich auch in unserem Stellenmarkt widerspiegelt. Interessenten finden zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten, die zur Spezialisierung in diesem Bereich befähigen. Meine persönliche Empfehlung für Aus- und Weiterbildungseinrichtungen sind: Kaysers Consilium | mibeg | Franz & Wenkehealthcare akademie. Kodierfachkräfte in deutschen Krankenhäusern erhalten ein durchschnittliches Monatsgehalt von etwa 3.400 € brutto, wobei Faktoren wie Tarifvertrag, Region und Berufserfahrung das Gehalt maßgeblich beeinflussen können.

    Zusammenfassung

    Kodierfachkräfte sind aus dem modernen Krankenhausmanagement nicht mehr wegzudenken. Mit ihrer Arbeit unterstützen sie nicht nur die medizinische und pflegerische Dokumentation, sondern tragen ganz wesentlich zur wirtschaftlichen Effizienz bei. Aufgrund der Komplexität der Aufgaben ist eine kontinuierliche Fortbildung unerlässlich, um auf dem aktuellen Stand der Kataloge, Kodierrichtlinien und Abrechnungsbestimmungen zu bleiben. Der anhaltende Bedarf an Fachkräften in diesem Bereich bietet trotz fortschreitender Ambulantisierung interessante Berufsperspektiven für Personen mit medizinischer Grundausbildung und entsprechender Weiterbildung. Besonders erfolgreich sind erfahrungsgemäß Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer hohen Affinität zu IT, Medizin und den damit verbundenen administrativen Prozessen.

    Michael Thieme
    FA Anästhesie
    Zertifikat "Med. Informatik" GMDS & GI
    Ärztl. Ltr. Medizincontrolling
    Theresienkrankenhaus und Diako gGmbH
    Mannheim

    Quelle: medinfoweb.de
  • EV

    Stefan Fischer wird in die Geschäftsführung des Elisabeth Vinzenz Verbunds berufen

    15. April 2024

    Ab Mai 2024 wird Stefan Fischer gemeinsam mit den beiden bisherigen Verbundgeschäftsführern Dr. Sven U. Langner und Tobias Dreißigacker die Führung des EVV übernehmen. Fischer wechselt von seiner Position als Geschäftsführer des St. Bernward Krankenhauses Hildesheim zur Holdinggesellschaft des EVV.

    Stefan Fischer war seit 2016 als Geschäftsführer des St. Bernward Krankenhauses Hildesheim tätig, nach vorherigen Positionen als Verwaltungsleiter und Leiter Controlling. Seit Juni 2021 war er zudem neben Tobias Dreißigacker (seit Juli 2023 Geschäftsführer Elisabeth Vinzenz Verbund), Peter Pfeiffer (Geschäftsführer Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle) und Dr. Langner Teil des Führungskollegiums.

    Quelle: elisabeth-vinzenz.de
  • Sana-Leitungsteam für Medizin Campus Bodensee verstärkt

    15. April 2024

    • MCB-Aufsichtsrat bestellt Anthea Mayer als Geschäftsführerin
    • Sanierungskonzept beschlossen 

    Der Aufsichtsrat der Klinikum Friedrichshafen GmbH hat einstimmig mehrere Beschlüsse zur künftigen Ausrichtung des Medizin Campus Bodensee (MCB) gefasst. Eine wichtige Personalie wurde beschlossen und das Sanierungskonzept für den MCB. „Wir haben in herausfordernden Zeiten wichtige Meilensteine für die Neuausrichtung des MCB erreicht“, kommentierte Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Brand. „Der Aufsichtsrat und vor allem auch das gesamte Klinikum haben viel Arbeit vor sich, bevor wir sagen können, wieder in gutem Fahrwasser zu sein. Aber der Kurs ist klar.“

    Quelle: Sana Kliniken
  • Neue Geschäftsführung am St. Bernward Krankenhaus Hildesheim: Karen Thiele folgt auf Stefan Fischer

    15. April 2024

    Zum Mai 2024 tritt Karen Thiele die Position als Geschäftsführerin der St. Bernward Krankenhaus GmbH und deren Tochtergesellschaften, der MVZ Vinzentinum GmbH und der Physio am BK GmbH, an.

    Sie folgt damit auf Stefan Fischer, der zum Mai 2024 als dritter Geschäftsführer der Elisabeth Vinzenz Verbund GmbH tätig sein wird und vermehrt regionale Verantwortung für die EVV-Einrichtungen in Hildesheim, Hannover, Salzgitter, Duderstadt und Kassel übernimmt.

    Quelle: bernward-khs.de
  • ÄB

    Marburger Bund vs. Artemed: Gerichtsurteil schützt Streikende

    15. April 2024

    Das Arbeitsgericht Hamburg hat nach einer mündlichen Verhandlung entschieden, dass Personalausfälle am Streiktag nicht durch Leiharbeitskräfte ausgeglichen werden dürfen.

    Diese Entscheidung folgt nach einem Rechtsstreit zwischen dem Artemed Krankenhaus Tabea und der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, der darauf abzielt, die Wirksamkeit des Ärztestreiks zu schützen. Die Entscheidung stärkt das Streikrecht der festangestellten Ärzte und verhindert eine Aushöhlung der Streikwirkung durch den Einsatz von Leiharbeitnehmern...

    Quelle: aerzteblatt.de
  • MB

    Artemed Krankenhauses Tabea: Ärztinnen und Ärzte protestieren für Tarifvertrag

    15. April 2024

    Am 9. April machten Ärztinnen und Ärzte des Artemed Krankenhauses Tabea ihre Forderung nach einem spezifischen Tarifvertrag in Blankenese lautstark deutlich. Sie zogen durch die Straßen und riefen nach "Tarifvertrag jetzt!", während Passanten ihre Unterstützung bekundeten...

    Quelle: marburger-bund.de
  • UMM

    Rayk Oemus-Diehl wird neuer UMM-Pflegedirektor

    12. April 2024

    Das Universitätsklinikum Mannheim hat einen neuen Pflegedirektor:  Rayk Oemus-Diehl übernimmt zum 15. Mai die Pflegedirektion. Der 44-jährige Krankenpfleger, Diplom-Pflegewirt und Coach leitet dann rund 1.300 Mitglieder des UMM-Pflegteams, die in etwa 50 Stationen, OP- und Funktions-Bereichen Patientinnen und Patienten versorgen.

    Quelle: umm.de
  • ÄZ

    Diabetologie vor Herausforderungen

    12. April 2024

    Mit neun Millionen Diabetespatienten und jedem fünften stationär behandelten Patienten im Krankenhaus mit Nebendiagnose Diabetes steigt der Bedarf an diabetologischer Expertise rapide. Doch wie sieht es mit dem Fachpersonal aus, dass diesen Bedarf decken soll?...

    Quelle: aerztezeitung.de
  • MB

    MB: Beginn der Tarifverhandlungen bei den KMG Kliniken

    11. April 2024

    Am 8. April haben die diesjährigen Verhandlungen mit Ihrem Arbeitgeber, den KMG Kliniken, begonnen. Erfreulicherweise beteiligen sich in diesem Jahr insgesamt fünf Ihrer ärztlichen Kolleginnen und Kollegen in der Verhandlungskommission des Marburger Bunds (MB).
     
    Die erste Runde war eine „typische“ Auftaktrunde und geprägt dadurch, dass zunächst noch einmal die MB-Forderungen vorgestellt wurden, ohne dass bereits ein konkretes Angebot vorgelegt wurde.

    Unsere Forderungen:

    Der MB hatte bereits im vergangenen Jahr fristgerecht den KMG-Entgelttarifvetrag gekündigt und folgende Forderungen übermittelt.

    • Wie bereits in den vergangenen Tarifrunden fordert der MB die Aufstockung der Entgeltgruppe Ä3 um eine weitere Entgeltstufe.
    • Desweiteren fordert der MB ab dem 1. Januar dieses Jahres eine Erhöhung der Tabellenwerte um 8,5 Prozent bei einer Laufzeit von einem Jahr.
    • Die Bewertung des Bereitschaftsdienstes als Arbeitszeit in der Stufe 1 (bis 25 %) soll von bisher 60 auf 70 Prozent angehoben werden.
    • Und für die Bereitschaftsdienstvergütung soll zukünftig das individuelle Stundenentgelt zugrunde gelegt werden.

    Quelle: marburger-bund.de
  • ASKLEPIOS

    Asklepios Klinik Weißenfels unterstützt Weiterbildung zum Physician Assistant als innovatives Bindeglied zwischen Arzt und Pflegepersonal

    11. April 2024

    Die Asklepios Klinik in Weißenfels führt einen neuen medizinischen Assistenzberuf ein, um die Patientenversorgung weiter zu verbessern: den Physician Assistant. Diese innovative Rolle dient als Bindeglied zwischen Ärzten und Pflegepersonal und unterstützt bei der Diagnosestellung, Behandlungsplanung und Patientenbetreuung. Die Asklepios Klinik Weißenfels unterstützt aktiv die Ausbildung und Qualifizierung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um die bestmögliche Patientenversorgung zu gewährleisten.

    Der Physician Assistant agiert auf Hochschulniveau und übernimmt vielfältige Aufgaben im medizinischen Bereich. Dazu gehören die Mitwirkung an Diagnosen und Behandlungsplänen, die Unterstützung bei komplexen Untersuchungen und die Durchführung von Behandlungsplänen. Darüber hinaus helfen sie bei Eingriffen und Notfallbehandlungen sowie beim Prozessmanagement und der Koordination im Team und arbeiten eigenverantwortlich am Patienten.

    Quelle: asklepios.com
  • MIW

    Kodierfachkraft: Aufgaben

    Zentrale Rolle der Kodierfachkräfte für die Erlössicherung im Krankenhaus

    Ein umfassender Leitfaden zu Aufgaben, Stellenbeschreibung, Jobprofil und Marktchancen

    Vor dem Hintergrund der dynamischen Entwicklungen im Gesundheitswesen, insbesondere im Bereich der Dokumentation und Kodierung medizinischer Leistungen, kommt den Kodierfachkräften eine zentrale Bedeutung zu. Als ausgewiesene Spezialisten spielen sie eine entscheidende Rolle bei der effizienten Gestaltung des Kodierprozesses und der zeitnahen Abrechnung von Krankenhausleistungen, indem sie die korrekte Erfassung von Diagnosen und Prozeduren in hoher Qualität sicherstellen. Im Folgenden wird ein umfassender Überblick über die Aufgaben, die Stellenbeschreibung, das Stellenprofil und den Stellenmarkt für Kodierfachkräfte gegeben.

    Bezeichnungen

    Die Rolle der Kodierfachkraft ist unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt, darunter Kodierer/in, klinische Kodierfachkraft, medizinische Kodierfachkraft, klinische/r Kodierer/in, Dokumentationsassistent/in, Casemixperformer/in, DRG-Profiler/in. Unabhängig von der Bezeichnung umfasst das Aufgabengebiet dieser Fachkräfte die präzise Erfassung und Kodierung von medizinischen Daten gemäß den aktuellen ICD-, OPS- und G-DRG-Systemen sowie den zugehörigen Kodierrichtlinien und gesetzlichen Abrechnungsbestimmungen.

    Kurzbeschreibung der Rolle

    Kodierfachkräfte sind in Krankenhäusern zumeist dem Bereich Medizincontrolling zugeordnet. Mit ihren Spezialkenntnissen in der medizinischen Dokumentation und Abrechnung tragen sie im Rahmen einer bestenfalls fallbegleitend durchgeführten Kodierung maßgeblich zur Erlössicherung der erbrachten medizinischen Leistungen und zur Entlastung des ärztlichen und pflegerischen Personals bei. Nach eigener Erfahrung bringen sie bestenfalls eine medizinische Grundausbildung in den Beruf ein, die durch fachspezifische Weiterbildungen ergänzt wird, um den Anforderungen dieser Position gerecht zu werden.

    Hauptaufgaben

    Die Hauptaufgaben einer Kodierfachkraft umfassen unter anderem:

    • die bestmögliche Erfassung von Diagnosen (ICD) und Operations- und Prozedurenschlüsseln (OPS)
    • Sicherung der medizinischen und pflegerischen Dokumentationsqualität
    • Sicherstellung einer zeitnahen und korrekten Abrechnung mit den Krankenkassen
    • Verbesserung der internen Kommunikation zwischen medizinischem und administrativem Bereich

    Detaillierte Aufgabenbeschreibung

    Zu den spezifischen Aufgaben gehören unter anderem die Primär- und Sekundärkodierung, die Beratung und Unterstützung der klinischen und administrativen Bereiche, die Erfassung von Medikamenten und anderen Zusatzentgelten, die Überprüfung der Dokumentation auf Vollständigkeit und Korrektheit, die Unterstützung bei der Vorbereitung auf MD-Prüfungen sowie die Durchführung von Schulungen. 

    • Primärkodierung/Sekundärkodierung gemäß Arbeitsanweisung in den Fachbereichen …
    • Ansprechpartner für die klinischen und administrativen Bereiche bei Fragen zur Dokumentation und Kodierung in Einzelfällen
    • Erfassung von Medikamenten und anderen Zusatzentgelten
    • fallbegleitende und ggf. standortübergreifende Kodierung
    • Abstimmung mit Ärzten und DRG-Beauftragten Ärzten in Fallbesprechungen
    • Überprüfung auf Vollständigkeit der entgeltrelevanten ärztlichen / pflegerischen Kodierung und Dokumentation von Einzelfällen, insbesondere in den kosten- und erlösintensiven klinischen Bereichen (Intensivstation, OP usw.), z.B. die Dokumentation von Aufnahmenotwendigkeit, Beatmungsstunden, Komplexbehandlungen sowie zusatzentgeltrelevanten und komplizierenden Prozeduren
    • Unterstützung des Medizincontrollings bei der Weitergestaltung der Kodierprozesse
    • Unterstützung bei der Vorbereitung der MD-Prüfungen vor Ort durch Sichtung von Patientenakten, Bewertung der klinischen Dokumentation dieser Fälle im Hinblick auf potenzielle Rechnungskürzungen
    • Erstellung von Stellungnahmen zu MD-Gutachten, Fallbesprechungen mit den Krankenkassen
    • Medizinische Begründungen zur stationären Behandlungsnotwendigkeit
    • Begleitung und Dokumentation der MD-Vor-Ort-Prüfungen
    • Organisatorische Unterstützung und inhaltliche Vorbereitung der Bearbeitung von schriftlichen MD- und Krankenkassenanfragen
    • Vermittlung von Optimierungsstrategien in Bezug auf eine MD-sichere Dokumentation, u.a. Durchführung von Mitarbeiterschulungen in den klinischen Bereichen
    • Regelmäßige Teilnahme an Visiten
    • Durchführung von Schulungen und Informationsveranstaltungen für Ärzte und Pflegekräfte (Dokumentation, Kodierung, DRGs), insb. bei notwendigen Änderungen der Kodier- und Dokumentationsvorschriften
    • Beratung und Hilfestellung bei der Nutzung der vorhandenen Kodiersoftware
    • Beratung und Hilfestellung bei der PKMS-Dokumentation und Kodierung
    • systematische Suche nach Lücken in der Leistungserfassung, der klinischen Dokumentation und der Kodierung
    • Begleitung von Projekten zur Verbesserung des Dokumentations- und Kodierprozesses
    • Zusammenarbeit mit der Allgemeinen Verwaltung bei Abrechnungskorrekturen und der Festlegung von Standards und Arbeitsanweisungen zum Dokumentations-, Kodier- und Abrechnungsprozess
    • Begleitung und Unterstützung des Case- und Entlassmanagements
    • Unterstützung bei Aufbau und Weiterentwicklung eines Leistungsberichtswesens (DRG- Leistungsberichte, MDPrüfergebniss-Auswertungen, InEK-Kostenanalysen, OP-Berichtswesen)
    • Unterstützung im Rahmen der strategischen Leistungsplanung, –Überwachung und –
      Steuerung im Sinne einer prozessoptimierten hochqualitativen Leistungsversorgung
    • Beratung der Geschäftsführung in medizininformatischen und gesundheitsökonomischen Fragestellungen im Rahmen der medizinischen Versorgung und des Fallpauschalensystems
    • die fachliche Anleitung und Unterstützung der im Dokumentations- und Kodierungsprozess beteiligten Mitarbeiter
    • die fortlaufende Schulung der ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter im DRG-Systemdie Vorbereitung und Durchführung von MD-Inhouseprüfungen
    • Unterstützung bei der Durchführung von Leistungs- und Kostenanalysen sowie die Weiterentwicklung eines Gesamt-Controlling-Konzepts
    • Unterstützung bei Vorbereitung und aktive Begleitung der Budgetverhandlungen
    • Einholen von ärztlichen Stellungnahmen
    • Vorbereitung und Begleitung von SG-Klagefällen
    • Unterstützung bei der Datenerhebung und -meldung an zentrale Register (Krebsregister, Endoprothesenregister …)
    • Unterstützung im Bereich externe Qualitätssicherung

    Stellenmarkt, Weiterbildung und Gehalt

    Der Bedarf an qualifizierten Kodierfachkräften ist ausgesprochen hoch, was sich auch in unserem Stellenmarkt widerspiegelt. Interessenten finden zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten, die zur Spezialisierung in diesem Bereich befähigen. Meine persönliche Empfehlung für Aus- und Weiterbildungseinrichtungen sind: Kaysers Consilium | mibeg | Franz & Wenkehealthcare akademie. Kodierfachkräfte in deutschen Krankenhäusern erhalten ein durchschnittliches Monatsgehalt von etwa 3.400 € brutto, wobei Faktoren wie Tarifvertrag, Region und Berufserfahrung das Gehalt maßgeblich beeinflussen können.

    Zusammenfassung

    Kodierfachkräfte sind aus dem modernen Krankenhausmanagement nicht mehr wegzudenken. Mit ihrer Arbeit unterstützen sie nicht nur die medizinische und pflegerische Dokumentation, sondern tragen ganz wesentlich zur wirtschaftlichen Effizienz bei. Aufgrund der Komplexität der Aufgaben ist eine kontinuierliche Fortbildung unerlässlich, um auf dem aktuellen Stand der Kataloge, Kodierrichtlinien und Abrechnungsbestimmungen zu bleiben. Der anhaltende Bedarf an Fachkräften in diesem Bereich bietet trotz fortschreitender Ambulantisierung interessante Berufsperspektiven für Personen mit medizinischer Grundausbildung und entsprechender Weiterbildung. Besonders erfolgreich sind erfahrungsgemäß Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer hohen Affinität zu IT, Medizin und den damit verbundenen administrativen Prozessen.

    Michael Thieme
    FA Anästhesie
    Zertifikat "Med. Informatik" GMDS & GI
    Ärztl. Ltr. Medizincontrolling
    Theresienkrankenhaus und Diako gGmbH
    Mannheim

    Quelle: medinfoweb.de
  • NKG

    NKG: Neuer Vorstandsvorsitzender gewählt

    10. April 2024

    Die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (NKG) hat im Rahmen einer Mitgliederversammlung in Hannover ihren Vorstand neu gewählt. Rainer Rempe löst nun Dr. Hans-Heinrich Aldag als Vorsitzender ab.

    Rainer Rempe übernimmt den Vorsitz des Dachverbandes aller niedersächsischen Krankenhäuser turnusgemäß für vier Jahre. Rempe ist seit zehn Jahren Mitglied des Vorstandes der NKG. Rainer Rempe wurde am 6. Juni 1962 in Cloppenburg geboren und ist seit 2014 Landrat des Landkreises Harburg. Der Volljurist ist seit neun Jahren Mitglied im Niedersächsischen Landkreistags-Gesundheitsausschuss, im vierten Jahr Vorsitzender dieses Ausschusses und damit Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Landkreistags.

    Quelle: nkgev.info
  • Alexianer GmbH: Björn Hoffmann wird neuer Verbundgeschäftsführer

    10. April 2024

    Björn Hoffmann wird ab dem 1. Oktober innerhalb der Alexianer Gruppe den Verbund Westfalen leiten. Zu dem Verbund gehören das Klinikum Hochsauerland, die Münsteraner Ludgerus-Kliniken Clemenshospital und Raphaelsklinik sowie das Augustahospital Anholt. „Wir freuen uns, einen dynamischen und erfahrenen Krankenhausmanager für diese wichtige Schnittstelle zwischen den regionalen Krankenhäusern und der Konzernleitung gefunden zu haben“, sagt Dr. Christian von Klitzing...

    Quelle: Alexianer GmbH
  • Alexianer: Robert Green wird Leiter des neuen Referats Pflege

    9. April 2024

    Das in der Alexianer GmbH neu geschaffene Referat Pflege wird ab April 2024 von Robert Green (58) geleitet. Green hat eine Ausbildung als Krankenpfleger absolviert, dann einen Bachelor im Management von Gesundheitseinrichtungen und nun wird er in diesem Jahr den MBA in Gesundheitsökonomie abschließen...

    Quelle: Alexianer GmbH
  • KSTA

    Klinik Köln: Vorwürfe der mangelnden Hygiene

    9. April 2024

    Die Hygiene in den Kölner Kliniken steht in der Kritik. Geschäftsführer Axel Goßmann hat angekündigt, die Vorwürfe zu untersuchen und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen...

    Quelle: ksta.de
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