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Michael Thieme

Was gibt es Neues in der Krankenhauslandschaft? Welche Personalien ändern sich? Gibt es aktuelle Gesetzesbeschlüsse? Welche ökonomischen Auswirkungen haben die jüngsten demografischen Entwicklungen auf den Gesundheitsmarkt? Diese und viele weitere Fragen werden Tag für Tag neu diskutiert und beantwortet. Das Portal „medinfoweb.de“ versteht sich als Onlinezeitschrift für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen. Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.

  • MIW

    Bundesrat beschließt Tarifausgleich für Kliniken

    9. Juli 2012

    Der Bundesrat hat das Psych-Entgeltgesetz beschlossen - und damit den Tarifausgleich für die deutschen Kliniken. Die Initiative von Ministerin Altpeter (BW) zur Anrufung des Vermittlungsausschuss fand keine Mehrheit ... [gelesen: hier  und hier und hier]  

    Bundesrat stimmt Finanzhilfen für Krankenhäuser zu
     
    Der Bundesrat hat heute dem Gesetz zur Einführung eines pauschalierenden Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen (Psych-Entgeltgesetz) zugestimmt.

    Gesundheitsminister Daniel Bahr zeigte sich  zufrieden: „Es ist gut, dass die Länder auf einen Vermittlungsausschuss verzichten und das Psych-Entgeltgesetz nun kommt. Damit können die darin vorgesehen Finanzhilfen im Umfang von 280 Mio. Euro noch in diesem Jahr an die Krankenhäuser fließen. Außerdem wird die Grundlohnrate als Obergrenze für den Preisanstieg von Krankenhausleistungen erstmals abgelöst. Künftig können die Krankenhäuser durch einen anteiligen Orientierungswert ihre tatsächliche Kostenentwicklung bei Verhandlungen besser berücksichtigen.

    Das ist für die Krankenhäuser eine wegweisende Entscheidung und der Ausstieg aus der starren Budgetierung durch die Grundlohnbindung.“

    Mit dem Psych-Entgeltgesetz wird schrittweise ein pauschalierendes und leistungsorientierten Entgeltsystems für die voll- und teilstationären Leistungen psychiatrischer und psychosomatischer Einrichtungen eingeführt. Das neue Entgeltsystem wird die Transparenz über das Leistungsgeschehen verbessern. 
     
    Daneben enthält das Gesetz wichtige Regelungen zur Kosten- und Mengensteuerung in den Krankenhäusern. 
     
    Weitere Details dazu finden Sie hier www.bundesgesundheitsministerium.de

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Baden-Württemberg setzt sich für bessere Krankenhausfinanzierung ein

    6. Juli 2012

    Ministerin Altpeter  will im Vermittlungsausschuss eine bessere Finanzierung der Krankenhäuser erreichen ... [gelesen: hier]

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Gesundheitsminister Bahr droht mit Rückzug des Gesetzes zur Krankenhausfinanzierung

    6. Juli 2012

    Sollte der Bundesrat zum Gesetz zur Einführung eines pauschalierenden Entgeltsystems in der Psychiatrie den Vermittlungs­ausschuss anrufen, will Bahr das Gesetz zurückziehen ... [gelesen: hier]

     

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Bouffier`s Jein zum Stellenabbau beim UKGM

    5. Juli 2012

    Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hält einen Stellenabbau an der Uni-Klinik Gießen-Marburg grundsätzlich für vertretbar, mit Ausnahme beim medizinischen Personal ... [gelesen: hier  und hier]

    Archiv "Uni Gießen-Marburg"  und "Rhön Klinikum AG"
     

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Zehn Millionen Euro "Baupauschale" für die Bremer Kliniken

    5. Juli 2012

    Unter dem Fachbegriff "Baupauschale" sind den Krankenhäusern in Bremen zehn Millionen Euro von der Gesundheitsdeputation als öffentliche Fördermittel für 2012 und 2013 zugebilligt worden[gelesen: hier]

    Archiv "Bremen"

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Prof. Beske: Rationierung von Gesundheitsleistungen ist unausweichlich

    4. Juli 2012

    Die finanzielle Situation der Gesetzlichen Krankenversicherung erfordert früher oder später die Rationierung medizinischer Leistungen ... [gelesen: hier]

    Archiv "Rationierung" und "Priorisierung" 
     

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Krankenhäuser wehren sich gegen Vorwurf der Mengenausweitung

    3. Juli 2012

    DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum weist Vorwürfe zurück, wonach Kliniken aus ökonomischem Kalkül heraus medizinisch nicht notwendige Leistungen erbringen ... [gelesen: hier]

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    G-BA: Neu berufene unparteiische Mitglieder nehmen ihre Tätigkeit auf

    3. Juli 2012

    Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Er bestimmt in Form von Richtlinien den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für etwa 70 Millionen Versicherte. Der G-BA legt fest, welche Leistungen der medizinischen Versorgung von der GKV übernommen werden. Rechtsgrundlage für die Arbeit des G-BA ist das fünfte Buch des Sozialgesetzbuches (SGB V).

    Den gesundheitspolitischen Rahmen der medizinischen Versorgung in Deutschland gibt das Parlament durch Gesetze vor. Aufgabe des G-BA ist es, innerhalb dieses Rahmens einheitliche Vorgaben für die konkrete Umsetzung in der Praxis zu beschließen. Die von ihm beschlossenen Richtlinien haben den Charakter untergesetzlicher Normen und sind für alle Akteure der GKV bindend.

    Bei seinen Entscheidungen berücksichtigt der G-BA den aktuellen Stand der medizinischen Erkenntnisse und untersucht den diagnostischen oder therapeutischen Nutzen, die medizinische Notwendigkeit und die Wirtschaftlichkeit einer Leistung aus dem Pflichtkatalog der Krankenkassen. Zudem hat der G-BA weitere wichtige Aufgaben im Bereich des Qualitätsmanagements und der Qualitätssicherung in der ambulanten und stationären Versorgung.
    Weitere Informationen finden Sie unter http://www.g-ba.de.


     

    Quelle: medinfoweb.de
  • MIW

    Länder sparen kräftig bei Krankenhäusern

    3. Juli 2012

    Zwischen 2001 und 2011 sind die Ausgaben der Bundesländer für Ihre Kliniken um mehr als 20 Prozent zurückgegangen ... [gelesen: hier]

     

    Quelle: medinfoweb.de
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  • DKG

    DKG: 200 Millionen Euro weniger Investitionen gehen zu Lasten der Sicherheit

    3. Juli 2012

    Zur Bestandsaufnahme der Investitionsmittel der Bundesländer für die Krankenhäuser im Jahr 2011 erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum:

    "Mit 2,67 Milliarden Euro erreichen die von den Bundesländern den Krankenhäusern zur Verfügung gestellten Investitionsmittel einen neuen absoluten Tiefstand. ... [gelesen: hier]

    Quelle: DKG e.V.
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  • MIW

    DKG: Krankenhäuser fordern schnelle Umsetzung

    29. Juni 2012

    Zur Diskussion über die Finanzierungshilfen für die Krankenhäuser anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz in Saarbrücken erklärt der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Alfred Dänzer:

    „Die Krankenhäuser brauchen die vom Bundestag im Rahmen des Psych-Entgeltgesetzes verabschiedete 280 Millionen Euro Finanzierungshilfe zum Teilausgleich der Personalkostenlücke von über 1 Milliarde Euro dringend noch in diesem Jahr. Wir appellieren an die Verantwortlichen in Bund und Ländern, den von allen Beteiligten als unbestritten anerkannten Finanzierungsbedarf der Krankenhäuser über das Gesetzgebungsverfahren jetzt nicht in Frage zu stellen und die notwendige schnelle Umsetzung nicht zu verzögern.“ ... [gelesen: hier]

     

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Oberstes US-Gericht rettet die Gesundheitsreform

    29. Juni 2012

    Die vom US-Präsident Obama geplante Krankenversicherung für 30 Millionen US-Bürger wird kommen ... [gelesen: hier]

    Krankenhaus-Aktien explodieren nach Gesundheitsreform ... [gelesen: hier]

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Prof. Dr. Volker Ulrich wurde in den wissenschaftlichen Beirat beim Bundesversicherungsamt berufen

    28. Juni 2012

    Der Bayreuther Finanzwissenschaftler und Gesundheitsökonom Professor Dr. Volker Ulrich (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre III) wurde jetzt für drei Jahre in den wissenschaftlichen Beirat beim Bundesversicherungsamt berufen  ... [gelesen: hier]

    Quelle: medinfoweb.de
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  • BMG

    Positive Finanzentwicklung der GKV setzt sich im 1. Quartal 2012 fort

    21. Juni 2012

    Politik der Bundesregierung ist erfolgreich

    Die gesetzlichen Krankenkassen weisen in ihren vorläufigen Finanzergebnissen des 1. Quartals 2012 einen Überschuss von rund 1,51 Mrd. Euro aus. Einnahmen in Höhe von rd. 47,47 Mrd. Euro standen Ausgaben in Höhe von rd. 45,96 Mrd. Euro gegenüber.

    Dazu erklärt Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr: „Die anhaltend positive Finanzentwicklung bei den Krankenkassen ist sehr erfreulich und bestätigt die Erfolge der Bundesregierung. Die Bundesregierung setzt sich für solide Finanzen der Krankenkassen ein und achtet auf die künftige Ausgabenentwicklung. Die Lage bei den Kassen ist weiterhin unterschiedlich, aber alle profitieren von der Situation. Überschüsse sind das Geld der Versicherten, was auch ihnen zugute kommen muss, das kann zum Beispiel durch Leistungsverbesserungen und Prämienzahlungen geschehen. Angesichts der aktuellen Zahlen besteht aber überhaupt kein Anlass bei notwendigen und überschaubaren Mehrausgaben bereits wieder eine defizitäre Finanzentwicklung der gesetzlichen Krankenkassen an die Wand zu malen.“

    Bei einer differenzierten Betrachtung der Krankenkassenarten wiesen Kassenarten mit den meisten Versicherten die höchsten Überschüsse aus. So erzielten die AOKen einen Überschuss von rund 553 Mio. Euro und die Ersatzkassen einen Überschuss von rund 568 Mio. Euro. Bei den kleineren Kassenarten erzielten die Betriebskrankenkassen Überschüsse von 165 Mio. Euro, die Innungskrankenkassen von 154 Mio. Euro und die Knappschaft-Bahn-See von 71 Mio. Euro.

    Dieser Überschuss entspricht weitgehend dem Ergebnis des 1. Quartals 2011, in dem die Krankenkassen ein Plus von rund 1,47 Mrd. Euro erzielten. Auch wenn die Überschüsse im Durchschnitt der drei folgenden Quartale erfahrungsgemäß deutlich geringer ausfallen als in den Monaten Januar bis März, kann im Gesamtjahr 2012 mit einer weiterhin positiven Finanzentwicklung gerechnet werden.

    Der Gesundheitsfonds verzeichnete im 1. Quartal 2012 ein saisonübliches Defizit von 1,05 Mrd. Euro. Dies ist auf die Auszahlungssystematik des Fonds zurückzuführen. Die Ausgaben des Fonds in Form von Zuweisungen fließen in monatlich gleichen Teilbeträgen an die Kassen. Die Beitragseinnahmen des Gesundheitsfonds unterliegen dagegen Schwankungen. Die finanzielle Situation des Gesundheitsfonds wird sich anders als bei den Krankenkassen daher im weiteren Jahresverlauf deutlich verbessern. Grund sind beitragspflichtige Einmalzahlungen wie Weihnachtsgeld, höhere Tarifabschlüsse sowie höhere Renten zum 1. Juli. Insofern kann auch der Fonds im Gesamtjahr 2012 mit einem Überschuss rechnen.

    In der Gesamtbetrachtung der Finanzergebnisse von Krankenkassen und Gesundheitsfonds verzeichnete die GKV im 1. Quartal 2012 einen Überschuss von rund 462 Mio. Euro (1. Quartal 2011: 950 Mio. Euro)

    Ausgabenzuwächse bei 3,5 Prozent

    Je Versicherten gab es im 1. Quartal 2012 einen Ausgabenzuwachs von 3,5 Prozent.  Die Leistungsausgaben stiegen um 3,6 Prozent je Versicherten. Prognostiziert war ein Ausgabenanstieg von 4,5 Prozent. Damit zeigt sich, dass die Politik der Bundesregierung wirkt.

    Solides finanzielles Fundament

    Nach dem Rekord-Schuldenstand von 8,3 Mrd. Euro Ende 2003 steht die gesetzliche Krankenversicherung zum Jahresanfang 2012 auf einem soliden finanziellen Fundament. Gesundheitsfonds und Krankenkassen verfügen rechnerisch am Ende des 1. Quartals 2012 insgesamt über Finanzreserven in einer Größenordnung von rund 20 Mrd. Euro, davon rund 11,5 Mrd. Euro bei den Krankenkassen und rund 8,5 Mrd. Euro beim Gesundheitsfonds.

    Alle Krankenkassen partizipieren an dieser positiven Entwicklung. Einige Krankenversicherungsträger konnten erstmals wieder Rücklagen aufbauen und im Verlauf des Jahres 2012 auf die Erhebung von Zusatzbeiträgen verzichten.

    Es gibt auch Krankenkassen, die mittlerweile über ein Vielfaches der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestreserve in Höhe von 25 Prozent einer durchschnittlichen Monatsausgabe verfügen und ihre Reserven auch im 1. Quartal 2012 nochmals deutlich erhöht haben. Gegenwärtig lassen aber nur etwa 10 überwiegend kleinere Krankenkassen mit rund 700.000 Versicherten ihre Mitglieder durch Prämien an ihrer positiven Finanzentwicklung partizipieren.

    Verschiedene Ursachen der positiven Entwicklung

    Die positive Finanzentwicklung der GKV ist zu einem großen Teil auf die  Entwicklung der Beitragseinnahmen bei einer bislang günstigen Lohn- und Beschäftigungsentwicklung zurückzuführen, auch wenn die konjunkturelle Entwicklung in der Eurozone weiterhin mit erheblichen Risiken behaftet ist.

    Daneben haben aber auch die ausgabenbegrenzenden Maßnahmen insbesondere im Arzneimittelbereich sowie bei den Verwaltungsausgaben der Krankenkassen zu einer Ausgabenstabilisierung beigetragen.

    Arzneimittel-Sparpaket führt weiterhin zu Entlastungen

    In den Monaten Januar bis März sind die Arzneimittelausgaben der Krankenkassen je Versicherten vor dem Hintergrund der deutlichen Rückgänge im vergangenen Jahr  im 1. Quartal 2012 wieder um 3,7 Prozent gestiegen. Trotz dieser Zuwachsrate blieben die Arzneimittelausgaben im 1. Quartal 2012 immer noch um rund 100 Mio. Euro unterhalb der Ausgaben des 1. Quartals 2010.

    Dieser Vergleich zeigt, dass das Arzneimittel-Sparpaket, das die Bundesregierung in 2010 auf den Weg gebracht hatte, weiterhin seine Wirkung entfaltet. Sie zeigt aber auch, dass die kurzfristig wirksamen Maßnahmen – insbesondere das bis Ende 2013 befristete Preismoratorium und der erhöhte Herstellerrabatt für Nicht-Festbetragsarzneimittel weiterhin erforderlich sind. Denn wenn die Bundesregierung  – wie von der pharmazeutischen Industrie gefordert – den erhöhten Herstellerrabatt und das Preismoratorium frühzeitig aufgehoben hätte, läge der aktuelle Zuwachs vermutlich wieder im annähernd zweistelligen Bereich.

    Jetzt kommt es darauf an, die Rahmenbedingungen für Wirtschaftlichkeit und Preiswettbewerb in der Arzneimittelversorgung und bei der Versorgung mit Impfstoffen dauerhaft zu verbessern. Dafür schafft das Arzneimittelneuordnungsgesetz (AMNOG) die entscheidenden Voraussetzungen. Mit der frühen Nutzenbewertung für patentgeschützte Arzneimittel durch den Gemeinsamen Bundesausschuss und einer erstmalig erfolgten Preisvereinbarung zwischen Krankenkassen und einem Pharmaunternehmen Ende Mai wurden jetzt wichtige Weichenstellungen für faire Arzneimittelpreise auch im Nicht-Festbetragsbereich vorgenommen. Dies sind entscheidende Schritte, um die Ausgabendynamik, die bislang immer von den patentgeschützten Arzneimitteln ausging, in den Griff zu bekommen.

    Im Festbetragsbereich verzeichneten die Krankenkassen durch die Rabatt-Vereinbarungen mit pharmazeutischen Unternehmen weitere Entlastungen. Im Vergleich zum 1. Quartal 2011 konnten die Einsparungen durch vertraglich vereinbarte Rabatte von 304 Mio. Euro um 105 Mio. Euro auf 409 Mio. Euro erhöht werden. Neben den Rabattvereinbarungen hat auch die Einführung neuer Festbeträge zu finanziellen Entlastungen in diesem Bereich  beigetragen.

    Unterschiedliche Entwicklung in anderen Leistungsbereichen In den anderen größeren Leistungsbereichen ist die Entwicklung der Ausgaben sehr unterschiedlich verlaufen:

    Der Zuwachs von 2,3 Prozent je Versicherten bei den Ausgaben für ambulante ärztliche Behandlung lässt noch keine validen Schlüsse auf die Ausgabenentwicklung im Gesamtjahr zu, da für das 1. Quartal noch keine Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigungen bei den Krankenkassen vorliegen.

    Der Anstieg bei den Ausgaben für Krankenhausbehandlung lag je Versicherten bei 3,3 Prozent. Zu einem Anstieg der Ausgaben der Krankenkassen haben dabei insbesondere die weiterhin dynamischen Zuwächse bei den Leistungsmengen geführt. Um die Ursachen dieser dynamischen Entwicklung zu untersuchen und Lösungsansätze zu entwickeln, werden die Selbstverwaltungspartner (GKV-Spitzenverband, Deutsche Krankenhausgesellschaft) auf Bundesebene kurzfristig mit der Vergabe eines gemeinsamen Forschungsauftrags beauftragt. Dies ist im Gesetz zur Einführung eines pauschalierenden Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen (Psych-Entgeltgesetz), das noch im Bundesrat behandelt wird und im August in Kraft treten soll, geregelt. Übergangsweise werden bis zum Jahr 2014 Mehrleistungsabschläge erhoben.

    Beim Krankengeld hat sich nach mehreren Jahren mit annähernd zweistelligen Zuwächsen der Zuwachs mit einem Plus von 5,7 Prozent auf hohem Niveau erstmals deutlich verlangsamt. Dies ist allerdings kein Anlass zur Entwarnung. Als maßgebliche Ursachen für diesen Anstieg sind weiterhin eine Zunahme der Krankengeldbezieher in höheren Altersgruppen vor der Verrentung sowie der Anstieg von lang andauernden psychischen Erkrankungen zu nennen. Hier sind nicht zuletzt die Unternehmen  und die Krankenkassen  gemeinsam gefordert, im Rahmen einer verstärkten betrieblichen Gesundheitsförderung diesem Trend entgegen zu wirken.

    Positiv zu bewerten ist die Entwicklung im Bereich der Mütter-Väter-Kind-Maßnahmen. In diesem Leistungsbereich gab es nach deutlichen Ausgaben-rückgängen in den letzten drei Jahren im 1. Quartal 2012 erstmals wieder einen Zuwachs von rund 20 Prozent. Die Bemühungen der Bundesregierung, in Kooperation mit den Krankenkassen und den Einrichtungen zu einer verbesserten Bewilligungspraxis und einer Verstetigung des Leistungsgeschehens zu kommen, tragen offenbar erste Früchte.

    Die Netto-Verwaltungskosten der Krankenkassen, die für das 1. Quartal 2012 eine unterproportionale Zunahme von 1,0 Prozent je Versicherten aufzeigen, verlaufen unauffällig. Da es im Gesamtjahr 2011 einen Ausgabenrückgang von 1 Prozent gab, besteht derzeit kein Anlass zu der Befürchtung, dass die gesetzliche Ausgabenbegrenzung insgesamt nicht eingehalten werden kann. Danach sind die Krankenkassen gesetzlich verpflichtet, die Verwaltungsausgaben 2012 (wie die des Jahres 2011) auf das Niveau des Jahres 2010 zu begrenzen.

    Weitere Perspektive 2012

    Trotz der konjunkturellen Risiken in der Euro-Zone zeichnet sich bereits jetzt ab, dass die gesetzliche Krankenversicherung auch Ende 2012 auf einer soliden Finanzgrundlage stehen wird. Die Krankenkassen erhalten im Jahr 2012 Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds, die mehr als ausreichen werden, um die voraussichtlichen Ausgaben zu decken. Anhand der nunmehr vorliegenden vorläufigen Finanzdaten des 1. Quartals 2012 kann davon ausgegangen werden, dass die Krankenkassen insgesamt auch das Jahr 2012 mit einem – wenn auch deutlich geringeren Überschuss als in 2011 - abschließen werden. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass die Einnahmen von rund 700 Mio. Euro, die ein Teil der Krankenkassen in 2011 aus Zusatzbeiträgen erzielte, in 2012 nur noch in einem geringen Umfang anfallen werden.

    Ähnliches ist auch für den Gesundheitsfonds im weiteren Jahresverlauf zu erwarten. Der Gesundheitsfonds wird zum Jahresende 2012 somit über ein ausreichendes Finanzpolster verfügen, um weiterhin für konjunkturelle Einnahmerisiken gewappnet zu sein. Er wird außerdem zu Beginn des nächsten Jahres ungekürzte Zuweisungen  an die Krankenkassen leisten können, da die einmalige Reduzierung des Bundeszuschusses um 2 Mrd. Euro in 2013 durch eine entsprechende Entnahme aus der Liquiditätsreserve ausgeglichen werden kann.

    Konkretere Prognosen zur Finanzentwicklung der GKV im laufenden und im Folgejahr wird Mitte Oktober der gemeinsame Schätzerkreis von BVA, BMG und GKV-Spitzenverband vornehmen. Unter Berücksichtigung der Finanzergebnisse des 1. Halbjahres 2012 sowie der aktuellsten Eckwerte zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wird dann eine Aktualisierung der Prognose für 2012 und eine erstmalige Prognose für 2013 erfolgen.


    Quelle: BMG - Bundesministerium für Gesundheit
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  • BMG

    Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen stellt Gutachten 2012 vor

    21. Juni 2012

    Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen hat heute Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr sein aktuelles Gutachten mit dem Titel „Wettbewerb an der Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Gesund-heitsversorgung“ übergeben.

    Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr: „Das Thema des Gutachtens des Sachverständigenrates hat gerade aus liberaler Sicht eine hohe Bedeutung. Das Gutachten bestätigt auch den gesundheitspolitischen Kurs dieser Bundesregierung und bestärkt mich weiter in meiner Arbeit, mehr wettbewerbsorientierte Elemente im Gesundheitswesen zu etablieren.“

    Zu den notwendigen Voraussetzungen für einen zielführenden Wettbewerb im Gesundheitswesen gehören für die Gutachter wettbewerbliche Optionen von Krankenkassen und Leistungserbringern, eine in quantitativer und qualitativer Hinsicht ausreichende personelle Ausstattung sowie die Kompetenz von Versicherten bzw. Patienten, um entsprechende Wahlentscheidungen treffen zu können.

    Konkrete Konzepte und Vorschläge der Gutachter zum Schnittstellenmanagement, zum Qualitätswettbewerb und zu den erforderlichen wettbewerblichen Rahmen-bedingungen in der sektorenübergreifenden Versorgung, wie sie im Versorgungsstrukturgesetz angelegt ist, zielen auf Effizienz- und Effektivitäts-verbesserungen im System ab.

    Zudem beschäftigt sich der Sachverständigenrat mit selektiven Verträgen und unter-sucht, ob die hier bestehenden Rahmenbedingungen mit einem funktions-fähigen Wettbewerb harmonieren oder einer Korrektur bedürfen und welche Leistungsbereiche sich zusätzlich für eine selektivvertragliche Organisation anbieten.

    Das Gutachten behandelt ferner in einem aktuellen Ausblick die Wechselwirkungen zwischen dem Verhältnis von Preis- und Qualitätswettbewerb im Leistungs-bereich auf der einen und dem Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung auf der anderen Seite. Hier geht es dem Rat insbesondere darum, den Qualitätswettbewerb im Leistungsbereich als gleichgewichtige wettbewerbliche Säule neben dem Preiswettbewerb zu implementieren und zu stärken.

    Weitere Informationen sowie die Kurz- und Langfassung des Gutachtens finden Sie im Internet unter : www.svr-gesundheit.de.

    Presse:

    • Handelsblatt: hier
    • Deutsches Ärzteblatt: hier 

    Quelle: BMG - Bundesministerium für Gesundheit
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