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Michael Thieme

Was gibt es Neues in der Krankenhauslandschaft? Welche Personalien ändern sich? Gibt es aktuelle Gesetzesbeschlüsse? Welche ökonomischen Auswirkungen haben die jüngsten demografischen Entwicklungen auf den Gesundheitsmarkt? Diese und viele weitere Fragen werden Tag für Tag neu diskutiert und beantwortet. Das Portal „medinfoweb.de“ versteht sich als Onlinezeitschrift für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen. Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.

  • MIW

    Kritik und Kontroversen um den neuen Bundes-Klinik-Atlas: Stimmen aus der Branche

    17. Mai 2024

    Der neu eingeführte Bundes-Klinik-Atlas soll Patienten eine Übersicht über die Leistungen und die Qualität der rund 1.700 deutschen Kliniken bieten. Während Befürworter die Transparenz und Informationsvielfalt loben, kritisieren Gegner die unzureichende Datenqualität und die fehlende Praxistauglichkeit. Der Atlas, initiiert von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, steht im Spannungsfeld zwischen mehr Patienteninformation und zusätzlicher Bürokratie. Es bleibt abzuwarten, ob er langfristig die hochgesteckten Erwartungen erfüllen kann.

    Wer stellt den "Bundes-Klinik-Atlas" zur Verfügung?

    Der Bundes-Klinik-Atlas wird vom Bundesgesundheitsministerium unter der Leitung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bereitgestellt. Die technische Umsetzung und die Datenaufbereitung übernimmt das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG). Diese Institution ist verantwortlich für die Sammlung, Auswertung und Darstellung der Daten, die von den Krankenhäusern bereitgestellt werden. Ziel ist es, ein umfassendes und leicht zugängliches Portal zu schaffen, das Patienten detaillierte Informationen zur Behandlungsqualität der rund 1.700 Krankenhäuser in Deutschland bietet.

    Welche Ziele verfolgt der "Bundes-Klinik-Atlas"?

    Das Hauptziel des Bundes-Klinik-Atlas ist die Erhöhung der Transparenz im Gesundheitswesen. Durch die Bereitstellung detaillierter Informationen sollen Patienten besser informierte Entscheidungen über ihre Krankenhauswahl treffen können. Zu den bereitgestellten Informationen gehören:

    • Fallzahlen
      Die Anzahl der durchgeführten Behandlungen, was ein Indikator für die Erfahrung und Spezialisierung der Klinik ist.
    • Pflegepersonalquotienten
      Die Anzahl der Pflegekräfte im Verhältnis zur Anzahl der behandelten Patienten, was Rückschlüsse auf die Qualität der Pflege zulässt.
    • Zertifikate und Qualitätssiegel
      Informationen über besondere Auszeichnungen und Zertifizierungen der Kliniken.
    • Notfallstufen
      Eine Bewertung der Notfallversorgungskapazitäten.

    Das Gesundheitsministerium erhofft sich, dass durch diese Transparenz eine höhere Behandlungsqualität erreicht wird, indem Patienten gezielt Kliniken auswählen können, die in bestimmten Behandlungsfeldern besonders erfahren und qualifiziert sind. Laut wissenschaftlichen Studien könnten durch eine bessere Krankenhauswahl tausende Todesfälle jährlich vermieden werden. So könnten beispielsweise bei Schlaganfallbehandlungen bis zu 5.000 Todesfälle pro Jahr vermieden werden, wenn Patienten in spezialisierten Kliniken behandelt werden.

    Was sagen die Befürworter?

    Befürworter des Bundes-Klinik-Atlas betonen die Vorteile der erhöhten Transparenz und die Möglichkeit für Patienten, fundierte Entscheidungen zu treffen. Gesundheitsminister Karl Lauterbach erklärte, dass „Spezialisierung Menschenleben rettet“ und verwies auf wissenschaftliche Studien, die eine niedrigere Sterblichkeitsrate bei Behandlungen in spezialisierten Kliniken belegen

    Der AOK-Bundesverband sieht den Atlas als wichtige Ergänzung zu bestehenden Angeboten, da er valide und nutzergerecht aufbereitete Informationen bereitstellt. Jens Martin Hoyer, Vize des AOK-Bundesverbandes, erklärte: „Mit dem Krankenhaustransparenzgesetz wird die Bereitstellung und nutzergerechte Aufbereitung von validen Informationen gesetzlich verpflichtend. Dies ist ein richtiger und wichtiger Schritt zur Ergänzung der bisherigen, freiwilligen Informationsangebote der Krankenkassen“.

    Gesundheitsökonom Wolfgang Greiner sieht das Potenzial des Atlas als „aussagekräftigen Qualitätsmesser“ und betont die Bedeutung der Ergänzung durch Patientenbewertungen und weitere Daten zur Ausstattung und zum Personal.

    Was sagen die Kritiker?

    Der Bundes-Klinik-Atlas, initiiert von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, hat nicht nur Lob geerntet, sondern auch erhebliche Kritik aus verschiedenen Ecken der Gesundheitsbranche hervorgerufen. Zahlreiche Experten haben ihre Bedenken geäußert, die sich auf verschiedene Aspekte des Projekts beziehen.

    Kritik von Fachgesellschaften und Verbänden

    Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) bezeichnet den Bundes-Klinik-Atlas als „politischen Aktionismus auf Kosten des Steuerzahlers“. Gerald Gaß, Vorsitzender der DKG, erklärt: „Mit dem Deutschen Krankenhausverzeichnis haben wir seit Jahrzehnten einen Klinik-Atlas angeboten, in dem sich alle Informationen über Behandlungsqualität, Fallzahlen, Personalausstattung, Komplikationsraten und vieles mehr der einzelnen Krankenhäuser laienverständlich online finden lassen“

    Diese Kritik wird von vielen Experten geteilt, die den zusätzlichen bürokratischen Aufwand und die fragwürdigen Mehrwerte des neuen Atlasses bemängeln.

    Datenqualität und Zuverlässigkeit

    Ein zentraler Kritikpunkt ist die Qualität und Zuverlässigkeit der im Atlas verwendeten Daten. Prof. Dr. Volker Fendrich, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Endokrinen Chirurgie, kritisiert die Methodik der Datenerfassung scharf: „Der Grund ist der, dass der BMG Atlas nicht nach Gruppen von OPS-Codes, sondern nur nach einzelnen Codes sucht. Aber wenn wir als langjährige OPS-Kodierer schon unsere Operationen nicht finden, wie soll das dem Patienten mit medizinischem Laienverstand gelingen?“

    Fehlende Praxistauglichkeit und Verwirrung

    Auch die praktische Anwendung des Atlas wird stark infrage gestellt. Dr. med. Steffen Frese, Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie, führt aus: „Stellen Sie sich als einen Patienten vor mit Lungenkrebs und suchen ein qualifiziertes Krankenhaus in Ihrer Nähe, wo Sie sich diesbezüglich operieren lassen könnten. [...] Erscheinen lauter Auswahlmöglichkeiten, die mit Lungenkrebs nicht das Geringste zu tun haben. Fazit: Dilettantisch. Große Ankündigungen und dann einfach nur peinlich. Frustrierend, was Regierung und Bundesministerium für einen Unsinn erzeugen“

    Fehlende Berücksichtigung von Patientengruppen

    Ein weiteres bedeutendes Problem stellt die potenzielle Diskriminierung bestimmter Patientengruppen dar. Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, weist darauf hin, dass ältere Patienten häufiger unter Komplikationen litten als jüngere. Dies könnte dazu führen, dass Kliniken bevorzugt „jüngere, erfolgversprechende Patienten“ aufnehmen, um ihre Bewertungen zu verbessern. „Die Folge wäre die Diskriminierung von alten, chronisch kranken und pflegebedürftigen Menschen“, so Brysch.

    Kritik an der Umsetzung und der Kommunikation

    Die Umsetzung und die Art der Einführung des Atlasses stoßen ebenfalls auf Widerstand. Achim Neyer, Geschäftsführer des GPR Gesundheits- und Pflegezentrums Rüsselsheim, bezeichnet das gesamte Verzeichnis als „kompletten Unsinn“ und kritisiert die fehlende Testphase sowie die mangelnde Plausibilisierung: „Jeder, der schon mal an einem Qualitätsportal mitgearbeitet hat, weiß, dass es niemals innerhalb von wenigen Monaten qualitativ machbar ist, und schon gar nicht ohne vorher eine Testphase zu absolvieren und zu plausibilisieren. „Unprofessionell, Laienarbeit, einfach nur peinlich und fehlerhaft!“

    Vergleich zu bestehenden Systemen

    Viele Kritiker heben hervor, dass bereits existierende Systeme wie das Deutsche Krankenhausverzeichnis der DKG und andere Portale wie der Gesundheitsnavigator der AOK, umfangreichere und genauere Informationen bieten. Roland Engehausen, Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, bemerkt, dass der Bundes-Klinik-Atlas im Vergleich „überraschend dürftig“ ist und hinter den bestehenden Angeboten weit zurückbleibt: „Transparenz ist ausgesprochen wichtig, deshalb veröffentlichen die Krankenhäuser nicht nur tausend Seiten starke Qualitätsberichte, sondern betreiben auch für die allgemeine Öffentlichkeit ein eigenes Informationsportal“

    Reaktionen aus der Praxis

    In der praktischen Anwendung zeigt sich ebenfalls deutliche Kritik. Dr. med. Christoph Riepl, Chefarzt der Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, beschreibt seine Erfahrungen mit dem Atlas: „Ein heißer Kandidat für das Schwarzbuch für Steuerzahler. Die eine Hälfte fehlt, die andere stimmt nicht!“

    Unprofessionelle Umsetzung und fehlende Testphase

    Ein weiterer kritischer Punkt ist die unzureichende Vorbereitung und Testphase vor der Einführung des Atlasses. Dr. Ruth Hecker, Expertin im Bereich Patientensicherheit, betont die fehlende Einbindung von Experten und die Notwendigkeit eines umfassenden Pretests: „Kein ausreichender Pretest, keine Einbindung von Expertise, es gibt einen Fahrplan, wann was wie veröffentlicht werden soll. [...] So wird weiterhin die Nachbarin, Freundin und der Arzt des Vertrauens sein, denen man folgt!“

    Mangel an relevanten Informationen

    Matthias Beuth, Gesundheitsexperte, kritisiert das Projekt als fragwürdiges Unterfangen ohne klaren Nutzen: „Die Inhalte des Bundes-Klinik-Atlas scheinen sich von den wirklich wichtigen Fragen abzuwenden. Es fehlen aussagekräftige Informationen zur Qualität der medizinischen Versorgung und zur Ausstattung der Kliniken“

    Welche Alternativen gibt es?

    Neben dem Bundes-Klinik-Atlas existieren bereits etablierte Plattformen, die ähnliche Informationen bereitstellen. Zwei prominente Alternativen sind:

    Deutsches Krankenhausverzeichnis (DKV)
    Dieses von der DKG betriebene Verzeichnis bietet umfangreiche Daten zu Fallzahlen, Personalausstattung und Komplikationsraten der einzelnen Krankenhäuser. Es wird als benutzerfreundlich und umfassend beschrieben und nutzt die Qualitätsberichte der Krankenhäuser als Datenquelle.

    AOK-Gesundheitsnavigator
    Diese Plattform der AOK bietet nicht nur Informationen zu Fallzahlen und Zertifikaten, sondern auch Ergebnisse der Qualitätssicherung und Versichertenbefragungen. Das „Verfahren zur Qualitätssicherung mit Routinedaten“ (QSR) ermöglicht eine detaillierte Bewertung der Behandlungsqualität in verschiedenen Leistungsbereichen.

    Beide Alternativen bieten einen hohen Grad an Transparenz und Nutzerfreundlichkeit, wobei der AOK-Gesundheitsnavigator durch die Einbindung von Patientenfeedback eine besonders patientennahe Perspektive bietet.

    Was muss dringend verbessert werden?

    Für eine erfolgreiche Etablierung des Bundes-Klinik-Atlas sind verschiedene Verbesserungen notwendig. Kritiker fordern eine genauere Validierung der Daten und eine stärkere Einbeziehung relevanter Qualitätsindikatoren wie Hygienestandards und Komplikationsraten. Zudem sollte der Atlas barrierefreier gestaltet und die Nutzerfreundlichkeit weiter erhöht werden, um eine breite Akzeptanz bei Patienten und Fachleuten zu erreichen. Auch die Einbindung von Patientenmeinungen könnte die Praxistauglichkeit und den Nutzen des Atlas deutlich erhöhen.

    Vorschläge zur optimalen Nutzung des Bundes-Klinik-Atlas:

    • Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Daten
      Zunächst ist essentiell, dass die Daten im Atlas korrekt und aktuell sind. Fehlende oder falsche Daten könnten das Vertrauen der Nutzer untergraben und zu Fehlentscheidungen führen. Eine regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung der Datenquellen ist daher unabdingbar.
    • Nutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit
      Der Atlas sollte so gestaltet sein, dass er auch für weniger technikaffine Nutzer leicht verständlich und zugänglich ist. Dies könnte durch eine intuitive Benutzeroberfläche und klare Anleitungen verbessert werden.
    • Umfassendere Informationen
      Neben den derzeit verfügbaren Daten sollten auch Faktoren wie Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit, Digitalisierung und Nachhaltigkeit der Kliniken berücksichtigt werden. Diese Aspekte sind für eine ganzheitliche Bewertung der Krankenhausqualität wichtig.
    • Engere Abstimmung mit den Ländern
      Um Doppelstrukturen und unnötigen Bürokratieaufwand zu vermeiden, sollte eine engere Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Länderplanungen erfolgen. Dies würde sicherstellen, dass der Atlas die regionalen Besonderheiten und Bedürfnisse besser reflektiert.
    • Integrierte Patientenbefragungen
      Die Einbindung von Patientenfeedback könnte die Datenbasis des Atlas erheblich bereichern. Dies würde eine weitere Dimension der Transparenz hinzufügen und die Erfahrungen der Patienten direkt einbeziehen.

    Fazit

    Der Bundes-Klinik-Atlas stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung mehr Transparenz im deutschen Gesundheitswesen dar. Er hat das Potenzial, Patienten bei der Krankenhauswahl besser zu informieren und dadurch die Behandlungsqualität zu erhöhen. Allerdings müssen noch einige Herausforderungen gemeistert werden, um die Akzeptanz und den tatsächlichen Nutzen des Atlas zu maximieren. Mit gezielten Verbesserungen und einer stärkeren Einbindung bestehender Datenquellen könnte der Bundes-Klinik-Atlas zu einem unverzichtbaren Werkzeug für Patienten und Fachkräfte im Gesundheitswesen werden. Eine kontinuierliche Evaluierung und Anpassung des Systems wird notwendig sein, um den sich wandelnden Anforderungen gerecht zu werden und eine hohe Qualität der bereitgestellten Informationen sicherzustellen. 

    Die Vielzahl der kritischen Stimmen und die detaillierten Einwände gegen den Bundes-Klinik-Atlas zeigen, dass es erhebliche Bedenken hinsichtlich seiner Datengrundlage, seiner praktischen Anwendung und seines tatsächlichen Mehrwerts gibt. Um den Atlas zu einem nützlichen Werkzeug für Patienten und das medizinische Fachpersonal zu machen, sind umfassende Überarbeitungen und Verbesserungen notwendig. 

    Quelle: medinfoweb.de
    Relevanz0
  • DKG

    Lauterbachs Transparenz ist politischer Aktionismus auf Kosten des Steuerzahlers

    17. Mai 2024

    DKG zur Vorstellung des Klinik-Atlas

    Zur Vorstellung des Klinik-Atlas des Bundesgesundheitsministeriums erklärt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Dr. Gerald Gaß:

    Kein anderer Bereich unseres Gesundheitswesens ist in Sachen Behandlungsqualität so transparent wie der Krankenhaussektor. Mit dem Deutschen Krankenhausverzeichnis bietet auch die DKG seit Jahrzehnten einen Klinik-Atlas an, in dem sich alle Informationen über Behandlungsqualität, Fallzahlen, Personalausstattung, Komplikationsraten und vieles mehr der einzelnen Krankenhäuser laienverständlich online finden lassen. Mehr als eine halbe Million Menschen nutzen jeden Monat dieses Angebot. Die Daten im Krankenhausverzeichnis basieren auf den Qualitätsberichten der Krankenhäuser, und mehr Datenmaterial steht auch dem Bundesgesundheitsminister für seinen Klinik-Atlas nicht zur Verfügung. Bis vor kurzem hat auch das Bundesgesundheitsministerium diesen Klinik-Atlas als geeignetes Transparenztool auf seiner eigenen Homepage veröffentlicht und den Bürgerinnen und Bürgern zur Krankenhaussuche empfohlen. Es stellt sich also die Frage nach dem Sinn eines weiteren und diesmal steuerfinanzierten Verzeichnisses, das für die Patientinnen und Patienten keinerlei zusätzliche Information bietet und somit nicht als nützliche Ergänzung fungieren kann. Was er aber den Krankenhäusern bringt, ist noch mehr Bürokratie, denn die Krankenhäuser müssen ihr ärztliches Personal noch kleinteiliger dokumentieren und regelmäßige Meldungen dazu abgeben...

    Quelle: dkgev.de
  • BMG

    Bundesweiter Klinik-Atlas geht online

    17. Mai 2024

    Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat am 17.05.2024 den interaktiven Bundes-Klinik-Atlas veröffentlicht.

    Bürgerinnen und Bürger können auf www.bundes-klinik-atlas.de schnell und verständlich erfahren, welche Klinik welche Leistung mit welcher Qualität anbietet. So kann eine informierte Entscheidung darüber getroffen werden, welches Krankenhaus für den individuellen Fall geeignet ist – und das auch ohne Vorkenntnisse im Gesundheitswesen...

    Quelle: bundesgesundheitsministerium.de
  • ÄB

    Krankenhausreform: Kabinettsbeschluss ohne letzte rechtliche Klarheit

    17. Mai 2024

    Die rechtliche Prüfung der Krankenhausreform durch das Bundesjustizministerium ist trotz des Kabinettsbeschlusses noch nicht abgeschlossen und wird fortgesetzt.

    Obwohl das Bundeskabinett das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) bereits beschlossen hat, ist die rechtliche Prüfung des Gesetzes durch das Bundesjustizministerium (BMJ) noch nicht abgeschlossen. Eine Sprecherin des BMJ bestätigte, dass aufgrund der vom Bundesgesundheitsministerium betonten Eilbedürftigkeit der Kabinettsbeschluss dennoch erfolgt sei. Die Rechtsprüfung nach § 46 Abs. 1 der Gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesministerien (GGO) werde fortgesetzt, um die formale und systematische Rechtsprüfung abzuschließen...

    Quelle: aerzteblatt.de
  • BR

    Sana plant Übernahme fränkischer Krankenhäuser

    17. Mai 2024

    Der Klinikkonzern Sana beabsichtigt, die Krankenhäuser Lichtenfels und Coburg in Oberfranken zu erwerben. Diese Übernahme wird durch die Insolvenz des Klinikkonzerns Regiomed ermöglicht. Allerdings gibt es in Coburg Bedenken gegen den Verkauf des Klinikums...

    Quelle: br.de
  • ÄZ

    KBV: Verstößt die Krankenhausreform gegen EU-Recht?

    17. Mai 2024

    Die KBV lässt prüfen, ob die neuen Strukturhilfen der Krankenhausreform gegen europäisches Beihilferecht verstoßen.

    Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat angekündigt, das neue Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) von der EU-Kommission prüfen zu lassen. Grund sind die im Gesetz vorgesehenen öffentlichen Strukturhilfen für Kliniken, während Vertragsärzte ihre Investitionen selbst tragen müssen. Dies verschärfe die Wettbewerbsnachteile des ambulanten Sektors, so die KBV. Ein Gutachten der Kanzlei Gleiss Lutz stützt diese Auffassung und sieht in der Reform eine möglicherweise unzulässige Bevorzugung des stationären Sektors...

    Quelle: aerztezeitung.de
  • Landtag BW: Abgeordnete streiten über Klinikreform

    17. Mai 2024

    Während das Bundeskabinett am Mittwoch die Krankenhausstrukturreform verabschiedet, diskutiert der Landtag in Baden-Württemberg über die Finanzierung der Krankenhäuser. Die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft warnt schon seit Monaten vor einem drohenden Kollaps.

    Für Stefan Teufel (CDU) ist es nicht hinnehmbar, dass die Kliniken im Land zwar bundesweit die niedrigste Bettendichte aufweisen und die niedrigsten Kosten pro Bett, sich die effiziente Versorgungsstruktur aber nicht auf die wirtschaftliche Situation auswirke.

    Quelle: staatsanzeiger.de
  • Dresden: Neuer Haustarif für medizinisches Personal am Universitätsklinikum

    17. Mai 2024

    Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden und der Marburger Bund (MB) Landesverband Sachsen haben eine Überarbeitung des Haustarifvertrags für die dort tätigen Ärztinnen und Ärzte vereinbart. Die Entgelte für das medizinische Personal werden in drei Schritten erhöht. Zusätzlich werden Zeitzuschläge für Ruf- und Bereitschaftsdienste an Sonn- und Feiertagen sowie für Aktivzeiten im Rufbereitschaftsdienst eingeführt...

    Quelle: uniklinikum-dresden.de
  • NDR

    Minister Philippi möchte kleine Kliniken erhalten

    17. Mai 2024

    Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi (SPD) sieht im Zuge der anstehenden Krankenhausreform die Zukunft kleiner Kliniken in dünn besiedelten Regionen bedroht, die trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten für die medizinische Grundversorgung unverzichtbar sind. Um die Schließung dieser für die Region lebenswichtigen Einrichtungen wie in Dannenberg, Herzberg und Meppen zu verhindern, fordert Philippi vehement eine gesetzliche Garantie für eine dauerhafte finanzielle Förderung.

    Quelle: NDR.de
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    Exklusive Vorbestellung | Klinik Bilanz Rating 2024

    17. Mai 2024

    Bald ist es soweit: Im Juli 2024 werden wir unser neuestes Buch, das BinDoc Klinik Bilanz Rating 2024, veröffentlichen. Doch schon jetzt möchten wir Ihnen einen exklusiven Einblick in einige Inhalte geben und die Möglichkeit zur Vorbestellung anbieten.

    Die wirtschaftliche Situation in vielen Kliniken hat sich in den letzten zwei Jahren deutlich verschlechtert. Unser Klinik Bilanz Rating gibt einen detaillierten Einblick in die Bilanzen der Krankenhäuser, die sich mitunter deutlich unterscheiden. Wir haben wichtige Kennzahlen wie das EBITDA, die EBITDA-Marge, Eigenkapital- und Fremdkapitalquoten ebenso systematisch herausgearbeitet wie Personal- oder Materialaufwandsquoten. Für zahlreiche Kennzahlen stellen wir die Entwicklung in Zeitreihen dar.

    Quelle: BinDoc GmbH
  • BR

    Lauterbachs Krankenhausreform: Revolution oder Untergang?

    17. Mai 2024

    Auch in Bayern droht ein Umbruch in der Krankenhauslandschaft: Kleinere Häuser wie das Krankenhaus Mallersdorf könnten nicht mehr über die notwendigen Fachärzte für spezielle Eingriffe wie Herzkatheter verfügen. Die anstehende Krankenhausreform würde zu Schließungen und Zusammenlegungen führen, was für die Patienten längere Wege bedeuten könnte.

    Die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) erwägt daher rechtliche Schritte gegen die Krankenhausreform, da die Länder ihre Planungshoheit eingeschränkt sehen und die Reform keine ausreichenden finanziellen Verbesserungen für die Krankenhäuser bringe. Nach der Verabschiedung durch das Bundeskabinett könnte der Bundesrat die Reform durch Anrufung des Vermittlungsausschusses oder eine Klage noch verzögern...

    Quelle: br.de
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    MEDIQON-Webseminar | Lauterbachs Tool zur Folgenabschätzung: Kann Krankenhausplanung so gelingen?

    17. Mai 2024

    Angesichts der Reformpläne und des formulierten Zielbilds einer Konzentration von Krankenhausleistungen werden die Rufe nach einer Versorgungsbedarfs- & Auswirkungsanalyse immer lauter. Das Bundesgesundheitsministerium kündigte den Ländern zum Herbst ein Folgenabschätzungstool an, das nach einem GKV-Ansatz entsprechende Planspiele im stationären Bereich ermöglichen soll.

    Wir stellen Ihnen vor, wie dieser wichtige Ansatz funktioniert und zeigen die essenziellen Aspekte, aber auch die Grenzen dieses Tools auf. MEDIQON beschäftigt sich bereits seit Jahren mit ganzheitlichen Versorgungsanalysen, bei denen nicht nur der stationäre Bereich, sondern auch die ambulante Versorgung in den Fokus gesetzt wird. Hierbei wird durch klare, faktenbasierte Richtungsvorgaben eine realistische Planung im Transformationsprozess ermöglicht. 

    Quelle: mediqon.de
  • DHV

    KHVVG: Ein empfindlicher Rückschritt für die Geburtshilfe

    17. Mai 2024

    Statement von Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin 

    „Der jetzt im Kabinett beschlossene Entwurf für das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) ist für die klinische Geburtshilfe nicht nur enttäuschend, sondern auch schädlich. Weder wird, wie von Minister Lauterbach versprochen, die Behandlungsqualität verbessert, noch wird der Erhalt eines lückenlosen Netzes von Krankenhäusern mit Geburtshilfe in ganz Deutschland erreicht. Das Gegenteil ist der Fall. Die alten, bekannten Fehler in der Finanzierung und Qualität der Geburtshilfe werden einfach fortgeführt. Die Fehlversorgung von Schwangeren und Gebärenden wird verschärft.

    Quelle: Deutscher HebammenVerband e.V.
  • BZ

    Vivantes startet Podcast-Serie über den Klinikalltag in Berlin

    17. Mai 2024

    Vivantes veröffentlicht ab dem 15.05 die fünfteilige Podcast-Serie „Echt krank?!“, die Geschichten aus dem Alltag des Krankenhausbetreibers erzählt. Nellie Thalbach, Enkelin der Schauspielerin Katharina Thalbach, besuchte dafür mehrere Vivantes-Standorte, darunter Operationssäle, einen Schockraum und einen Hubschrauberlandeplatz. Verschiedene Berufsgruppen, wie Ärzte und Pflegefachkräfte, berichten von ihren Erfahrungen...

    Quelle: berliner-zeitung.de
  • ÄZ

    Bundesrechnungshof bemängelt Klinikreform-Finanzierung

    17. Mai 2024

    Der Gesetzentwurf zur Krankenhausreform stößt auch beim Bundesrechnungshof auf Kritik. In einem Gutachten wird die anteilige Finanzierung des geplanten Transformationsfonds durch die gesetzliche Krankenversicherung beanstandet. Dies führe zu einer jährlichen Mehrbelastung der Beitragszahler von mindestens vier Milliarden Euro...

    Quelle: aerztezeitung.de
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