Neuer Hybrid-OP am UKB Brandenburg setzt auf KI-gestützte Gefäßchirurgie

Das Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel nimmt zum 125. Jubiläum drei Herzkatheterlabore und einen Hybrid-OP in Betrieb. Gesamtinvestition belaufen sich auf rund 16,6 Millionen Euro…

3. Juli 2026
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Mit drei Herzkatheterlaboren und einem neuen Hybrid-Operationssaal stärkt das Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel (UKB) seine Kapazitäten in der Herz- und Gefäßversorgung. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 16,6 Millionen Euro. Geschäftsführerin Gabriele Wolter übergab den Erweiterungsbau am Haus 2 am 1. Juli 2026, dem 125. Gründungstag des UKB, gemeinsam mit den Chefärzten der Kardiologie und der Gefäßchirurgie an den klinischen Betrieb.

Bisher standen zwei Messplätze zur Verfügung. Der dritte ermöglicht die gleichzeitige Versorgung mehrerer Notfälle rund um die Uhr. Die neue Bildgebung arbeitet präziser bei geringerer Strahlendosis. Klinikdirektor Prof. Dr. Oliver Ritter verweist zudem auf die Gesundheitsreform. Herzkatheteruntersuchungen und Schrittmacher-OPs müssen künftig zunehmend ambulant erfolgen, doch mit drei Katheterlaboren und einem neuen Überwachungsbereich sieht sich das UKB dafür gerüstet.

Der Hybrid-OP kombiniert hochauflösende Röntgenbildgebung mit Ultraschall innerhalb der Gefäße und ermöglicht die Fusion mit vorhandenen Untersuchungsdaten. Chefarzt PD Dr. Andrej Udelnow bezeichnet die Anlage als weltweit aktuell modernste ihrer Art. Komplexe Gefäßeingriffe können damit minimalinvasiv durchgeführt werden, was besonders älteren und schwer kranken Patienten zugutekommt. KI-gestützte Technologien sollen die Möglichkeiten künftig weiter ausbauen.

Die Baukosten betragen rund 12,5 Millionen Euro, die medizintechnische Ausstattung rund 4,1 Millionen Euro. Die Geräte sind Teil einer zehnjährigen Technologiepartnerschaft mit Philips, die das UKB 2022 geschlossen hat. Oberbürgermeister Daniel Keip, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender, betont den kommunalen Träger und die regionale Versorgungssicherheit.

Das UKB wurde am 1. Juli 1901 gegründet, beschäftigt heute über 2.500 Mitarbeitende und versorgt jährlich rund 26.000 stationäre und 65.000 ambulante Patienten in 19 Fachkliniken.

Quelle:
uk-brandenburg.de

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