Neuer Investor am Klinikstandort Braunfels

Der BDH hat ein Angebot zur vollständigen Übernahme des Falkeneck-Standorts in Braunfels vorgelegt. Der Verband konkurriert mit Asklepios und bringt neue Perspektiven für Geriatrie und Bürgerbeteiligung ein…

26. Februar 2026
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Im Streit um die Zukunft des Klinikstandorts Falkeneck in Braunfels tritt ein neuer Interessent auf. Der Bundesverband Rehabilitation will das Gelände übernehmen. Damit entsteht eine direkte Konkurrenz zum Asklepios-Konzern, der das Gebäude ab 2028 langfristig mieten möchte. Dort plant der Konzern eine neurologische Klinik, während die bisherigen Abteilungen nach Wetzlar und Dillenburg wechseln.

Der BDH betreibt bereits eine neurologische Reha-Klinik. Nach eigenen Angaben prüft der Verband nun Szenarien und hält die Fortführung der Geriatrie für möglich. Zudem signalisierten weitere Anbieter Interesse an Kooperationen, während der BDH die Bürger in die Planungen einbeziehen will. Über die künftige Ausrichtung sollen die Menschen abstimmen.

Landrat Carsten Braun will das Angebot als Aufsichtsratsvorsitzender der Lahn-Dill-Kliniken nun genau prüfen lassen. Parallel dazu laufen weiterhin die Gespräche mit dem privaten Klinikbetreiber Asklepios über die künftige Nutzung. Hintergrund ist die Entscheidung, den Standort aufzugeben. Neue Vorgaben machten die Geriatrie unwirtschaftlich, weshalb die Versorgung künftig in Wetzlar stattfinden soll. Die Schmerztherapie wechselt nach Dillenburg, doch alle Arbeitsplätze für die Beschäftigten bleiben erhalten.

Gegen diese Pläne formiert sich nun Widerstand. Die Gewerkschaft Verdi und die Braunfelser SPD organisieren Proteste gegen das Ende des Klinikstandorts. Eine Petition gegen die Schließung erreichte bereits mehr als 10.000 Unterstützende, welche Versorgungsrisiken und fehlende Transparenz kritisieren.

Quelle:
hessenschau.de

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