Neun Millionen Euro in drei Jahren sollen defizitäre Klinik in Wermelskirchen sanieren
Der Stadtrat Wermelskirchen beschloss, das defizitäre Krankenhaus mit bis zu neun Millionen Euro über drei Jahre zu stützen, finanziert durch eine erneute Grundsteuererhöhung ab Januar 2027…
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Das Krankenhaus Wermelskirchen soll durch öffentliche Mittel vor der Schließung bewahrt werden. Der Stadtrat beschloss vor der Sommerpause, der Klinik bis zu neun Millionen Euro für drei Jahre bereitzustellen. Bis zu drei Millionen Euro davon trägt der Rheinisch-Bergische Kreis. Die Stadt hält zwei Drittel des Krankenhauses, der Kreis das verbleibende Drittel.
Die Finanzierung soll über eine Grundsteuererhöhung gesichert werden. Die Grundsteuer war bereits zum Jahresanfang kräftig gestiegen. Wie hoch die erneute Erhöhung ab Januar 2027 ausfällt, entscheiden die Haushaltsverhandlungen im Herbst. Bürgermeister Bernd Hibst (CDU) bezeichnete den Schritt als alternativlos. Eine Privatisierung sowie eine Übernahme durch das Klinikum Leverkusen scheiterten zuvor an fehlender Einigung.
Krankenhausdirektor Prof. Dietmar Stephan begründet die Schieflage mit seit Jahren steigenden Kosten und roten Zahlen. Er warnt, dass eine Schließung die notärztliche Versorgung der Region von Burscheid bis Hückeswagen verschlechtern würde, da Rettungswagen längere Anfahrten zur nächsten Notaufnahme hätten.
Stephan arbeitet derzeit an einem Sanierungskonzept. Offen ist noch, welche medizinischen Angebote künftig bestehen bleiben und ob Stellen unter den aktuell 450 Beschäftigten wegfallen. Notaufnahme und alle Fachabteilungen sollen laut Stephan erhalten bleiben.
Ab 2030 soll die Klinik wirtschaftlich eigenständig sein. Ob die Grundsteuer dann wieder sinkt, will derzeit niemand zusagen. Mehr als 7.000 Bürger haben für den Krankenhauserhalt unterschrieben.
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