Niedersachsen macht Reanimationsunterricht zur Schulpflicht: Klinikum springt als Ausbilder ein
Das Helios Klinikum Hildesheim kooperiert mit zwei Gesamtschulen, um Reanimationsunterricht und Schulsanitätsdienste professionell zu verankern und Berufsorientierung im Gesundheitswesen zu fördern…
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Das Helios Klinikum Hildesheim reagiert auf einen Beschluss des Niedersächsischen Landtags, der Reanimationsunterricht in den Jahrgängen 7 bis 10 verbindlich vorschreibt. Da viele Schulen die Umsetzung personell und organisatorisch kaum stemmen können, übernimmt die klinikeigene Simulations- und Notfallakademie (SiNA) die Ausbildung und Betreuung der Schulsanitätsdienste direkt vor Ort.
Erste Partnerschule ist die Integrierte Gesamtschule (IGS) Springe mit rund 850 Schülerinnen und Schülern, die die Kooperation bereits Ende 2025 startete. Als zweite Einrichtung schloss nun die Oskar-Schindler-Gesamtschule (OSG) in Hildesheim mit rund 550 Schülerinnen und Schülern offiziell einen Vertrag mit dem Klinikum. An der OSG betrifft die verpflichtende Reanimationsschulung rund 200 Jugendliche pro Jahrgang.
Neben dem Notfallunterricht öffnet das Klinikum gezielt seine Einrichtungen für Berufsorientierung. Vorgestellt werden dabei auch weniger bekannte Ausbildungsberufe wie MTRA, OTA und ATA. Den Anstoß für die OSG-Partnerschaft gab ein „Clinic Day“ mit Schockraum- und OP-Führungen, der bei den Jugendlichen nachhaltigen Eindruck hinterließ.
Klinikgeschäftsführer Sascha Kucera sowie Benedikt Meider und SiNA-Leiter Bastian Overheu haben nach eigenen Angaben selbst frühe Erfahrungen in schulischen Erste-Hilfe-Angeboten gemacht. Die Verträge sollen künftig durch Praktika, gemeinsame Projekte und gegenseitige Besuche mit Leben gefüllt werden.
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