Sektorübergreifende Versorgung droht an Strukturvorgaben zu scheitern

Regionale Gesundheitszentren sichern Versorgung vor Ort, kämpfen aber mit Auslastung und Finanzierung. Ohne klare Überleitung zu neuen Versorgungsformen droht ihr Aus…

4. Februar 2026
  • Politik

Die Regionalen Gesundheitszentren in Niedersachsen gelten als wichtiger Baustein für die Versorgung in ländlichen Regionen. Nach Einschätzung von Helge Engelke, Verbandsdirektor der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft, stößt das Modell jedoch an strukturelle und finanzielle Grenzen. Die stationären Betten sind häufig schlecht ausgelastet, und die aktuelle Vergütung deckt den Betrieb nicht ab.

Zwar werden die Zentren von der Bevölkerung positiv wahrgenommen, viele Patientinnen und Patienten weichen bei stationären Behandlungen dennoch auf größere Kliniken aus. Gleichzeitig fehlt eine klare Perspektive, wie die bestehenden Zentren in die geplanten sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtungen überführt werden sollen.

Helge Engelke, Verbandsdirektor der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft (NKG), warnt, dass die geltenden Leistungsgruppen und Qualitätsanforderungen nicht zu den Strukturen der Regionalen Gesundheitszentren passen. Ohne angepasste gesetzliche Rahmenbedingungen drohe der Verlust der stationären Versorgung vor Ort. Entscheidend seien eine verlässliche Vorhaltefinanzierung und realistische Strukturvorgaben, damit sektorübergreifende Versorgung ihr Potenzial entfalten kann.

Quelle:
daskrankenhaus.de

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