Offener Brief an den Bundestag: Marburger Bund fordert Stopp des Sparkurses im Krankenhaus

Der Marburger Bund warnt in einem offenen Brief an den Bundestag, dass das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz Krankenhäuser finanziell destabilisiert und damit die laufende Krankenhausreform gefährdet…

10. Juni 2026
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Der Marburger Bund sieht die Krankenhausreform durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz in ihrer Grundlage bedroht. In einem offenen Brief an die Bundestagsabgeordneten warnt der Verband der angestellten Ärztinnen und Ärzte, dass der gleichzeitige Sparkurs Krankenhäuser wirtschaftlich in Schieflage bringt, bevor die Reform überhaupt wirken kann.

Konkret befürchtet der Verband, dass auch jene Häuser in finanzielle Not geraten, die für die Umsetzung der Länder-Krankenhausplanung unverzichtbar sind. Entstehende Versorgungslücken könnten kurzfristig weder durch verbleibende Krankenhäuser noch durch den ambulanten Bereich geschlossen werden. Die Folgen wären Versorgungsengpässe, stärkere Arbeitsverdichtung für Beschäftigte und schlechtere Erreichbarkeit medizinischer Leistungen.

Der Marburger Bund prognostiziert zudem erheblichen Personalabbau im stationären Bereich, ausdrücklich auch bei Ärztinnen und Ärzten.

Den grundsätzlichen Handlungsbedarf zur GKV-Stabilisierung erkennt der Verband an, knüpft daran aber eine klare Forderung. Die Bundesregierung soll versicherungsfremde Gesundheitskosten von Bürgergeldempfängern kostendeckend aus Steuermitteln finanzieren. Darüber hinaus stellt sich der Marburger Bund ausdrücklich hinter Anpassungsempfehlungen des Gesundheitsausschusses des Bundesrates, darunter vollständige Refinanzierung von Tarifsteigerungen, Stärkung der Gesundheitsprävention sowie investitionsbegleitete Strukturreformen.

Quelle:
marburger-bund.de

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