Ohne Pflege keine Resilienz: Lehren aus dem Stromausfall im Südwesten Berlins
Der Stromausfall in Berlin macht sichtbar, wie abhängig das Gesundheitswesen von der Pflege ist. Der DBfK fordert klare Strukturen, mehr Kompetenzen und verbindliche Vorbereitung auf Krisenlagen…
- Pflege
Der großflächige Stromausfall im Südwesten Berlins hat Schwachstellen im Krisen- und Katastrophenmanagement von Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen offengelegt. Mehrere Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen waren zeitweise ohne Strom. Nach Einschätzung des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe wurde die Versorgung vor allem durch das hohe Engagement der Pflegefachpersonen gesichert.
Der Verband sieht darin ein deutliches Signal für strukturelle Defizite. Pflege sei bislang nicht ausreichend in die Krisenvorsorge eingebunden. Gefordert werden verbindliche Notfall- und Blackout-Konzepte, regelmäßige Schulungen, verlässliche Kommunikationswege sowie ausreichende materielle Reserven. Auch klare Zuständigkeiten und eine enge Zusammenarbeit mit Katastrophenschutz und weiteren Gesundheitsberufen gelten als notwendig.
Mit Blick auf internationale Standards sieht der DBfK Nachholbedarf. Die zum Jahresbeginn 2026 in Kraft getretene Erweiterung der Pflegebefugnisse wird als wichtiger Schritt bewertet. Ergänzend setzt ein bundesweites Pilotprojekt zum sogenannten Disaster Nursing an der Pflegeausbildung an, um Pflegefachpersonen systematisch auf Krisenlagen vorzubereiten.
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