Patientenbeauftragter drängt auf zentrales Register für Fehlverhalten von Ärzten

Ein bundesweites Register für berufsrechtliche Maßnahmen gegen Ärztinnen und Ärzte soll Lücken in der Aufsicht schließen und die Patientensicherheit stärken…

12. Januar 2026
  • Medizin
  • QM

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Stefan Schwartze, fordert ein zentrales Register für berufsrechtliche Maßnahmen gegen Ärztinnen und Ärzte.

Hintergrund sind Medienrecherchen, die Defizite im Zusammenspiel von Ärztekammern und Approbationsbehörden aufzeigen. Hinweise auf schweres Fehlverhalten seien teilweise nicht konsequent verfolgt worden. Ein bundesweites Register soll sichtbar machen, ob und wo Auffälligkeiten vorliegen, um schneller reagieren zu können.

Anlass ist unter anderem ein Fall aus Baden-Württemberg. Ein Arzt hatte trotz eines früheren Approbationsentzugs in Norwegen weiter praktiziert. Die zuständige Behörde begründete dies mit einer Abwägung zwischen Patientensicherheit und Berufsfreiheit. Auch politische Stimmen wie der Bundestagsabgeordnete Janosch Dahmen sehen strukturelle Schwächen und fordern mehr Verbindlichkeit. Mehrere Länderbehörden unterstützen den Vorstoß. Eine Beratung ist für Ende Januar angekündigt.

Quelle:
oldenburger-onlinezeitung.de

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