Personalmanagement

Michael Thieme - Medinfoweb

Personalmarketing im Krankenhaus und Personalberatung im Gesundheitswesen boomen.

Das Personalmanagement in der Klinik ist zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden. Denn nicht die Finanzknappheit ist das Zukunftsproblem der Krankenhäuser, sondern der grassierende Fachkräftemangel. Nachhaltiges Personalmanagement, das auf Mitarbeitergesundheit, -motivation sowie Aus- und Weiterbildungsqualität setzt, ist in deutschen Krankenhäusern aber noch immer die Ausnahme. In den meisten Kliniken werden Mitarbeiter wie bisher durch ein zentral organisiertes Personalwesen verwaltet. Strategische Zielorientierung gibt es kaum.

Künftig werden jedoch individualisierte und flexible Anstellungsverträge und Arbeitszeiten notwendig sein, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und halten zu können. Die Förderung gesunder Lebensbedingungen durch Zusammenarbeit mit Fitnessstudios, verpflichtende betriebsärztliche Routineuntersuchungen für Mitarbeiter sowie Beratungsangebote durch Externe in den Bereichen Partnerschaft, Erziehung, Sucht, Burn-out, Lebenshilfe und eine freundliche, transparente und kooperative Unternehmenskultur können Teil einer umfassenden Gesundheitsförderung sein.

Führungskräfte müssen sorgfältiger geschult und begleitet werden. Das Personalmanagement in den Kliniken muss künftig viel stärker eine aktiv gestaltende Rolle übernehmen und zum Beispiel für ein verändertes Verständnis in der Führungskultur sorgen. Den Führungskräften müssen die relevanten Kennzahlen der Klinik wie Auslastung der Station, mittlere Verweildauer, Überstunden pro Mitarbeiter, Gesundheitsquote der Abteilungen, oder kalkulierte Ausfallzeiten ebenso zugänglich gemacht werden wie Instrumente der Personalbedarfsplanung. Hier geben wir mit unserem jährlich erscheinenden „G-DRG-Erlös-Tool“ eine viel genutzte Hilfestellung. Das Vorhandensein und der Umgang mit diesen aussagekräftigen Steuerungsgrößen ist auch heute in vielen Gesundheitseinrichtungen noch nicht selbstverständlich.

Nur mit dieser Transparenz gelingt es, Potenziale aufzudecken, Mitarbeiter zu führen und Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen.

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  • 1. November 2022 1.
    NOV
    2022

    Berufsbegleitender Masterstudiengang „Health Care Management (MBA)“ in Jena – Neunter Durchgang startet im November 2022

    Jena

    Heike Kraußlach (1), Peter Perschke (2), Christian Fleischhauer (3)
    (1) Fachbereich Betriebswirtschaft, Ernst-Abbe-Hochschule Jena
    (2) Jenaer Akademie für Lebenslanges Lernen e. V.
    (3) Praxis für Allgemeinmedizin – Dr. med. Christian Fleischhauer

    Bereits zum zehnten Mal startet an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH) der berufsbegleitende Studiengang zum „Master of Business Administration - Health Care Management (MBA)“. Mit der Idee, eine engere Verknüpfung von Wirtschaft und Medizin zu gestalten, war dieser Studiengang im September 2012 in Jena gestartet. Gerade auch im Gesundheitswesen findet zunehmend eine Ökonomisierung der Medizin statt, welche den gesamten Gesundheitsbereich und auch seine Mitarbeiter vor große Herausforderungen stellt.

    Um die darin liegenden Möglichkeiten effektiv zu nutzen, wurde am Fachbereich Betriebswirtschaft der EAH Jena besagtes Weiterbildungsangebot entwickelt. Dieses bisher in Thüringen einzigartige Programm verfolgt den Zweck, den Teilnehmern fundierte und weiterführende gesundheitsökonomische, betriebs- und sozialwissenschaftliche Kenntnisse und Fähigkeiten systematisch zu vermitteln. Durch die zusätzliche Ausbildung in Führung und Management, Personalwesen und Unternehmenssteuerung, sowie Recht und Ökonomie sollen kompetente Kliniker als Führungskräfte für das Gesundheitswesen vorbereitet werden. Denkbar ist neben der Tätigkeit in Krankenhäusern auch eine Leitungstätigkeit in Praxen, Ärztenetzen oder einem Medizinischen Versorgungszentren (MVZ).

  • PD Dr. med. Sara Sheikhzadeh wird CMO im Vorstand der Asklepios Kliniken GmbH & Co KGaA

    29. Juni 2022

    • PD Dr. med. Sara Sheikhzadeh übernimmt zum 1. Juli 2022 die Funktionen von Prof. Dr. Christoph U. Herborn
    • Prof. Dr. Christoph U. Herborn verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch

    Privatdozentin Dr. med. Sara Sheikhzadeh (45) ist als Chief Medical Officer in den Vorstand der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA berufen worden. Die Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie wird ihre neue Funktion zum 1. Juli 2022 von Prof. Dr. Christoph U. Herborn (49) übernehmen, der nach fünf Jahren als Vorstand des Unternehmens den Gesellschafter gebeten hat, ihn von seinen Aufgaben vorzeitig zu entbinden. Aktuell ist PD Dr. Sheikhzadeh Sprecherin aller sieben Notaufnahmen von Asklepios in Hamburg, Facharbeitsgruppenleiterin Notaufnahme bei Asklepios und Chefärztin der Zentralen Notaufnahme (ZNA) der Asklepios St. Georg, einer großen Klinik der Maximalversorgung in Hamburg.

    Quelle: Asklepios Kliniken
  • NPC

    Lösung auf Zeit: Haßberg-Kliniken bekommen neue Leitung

    29. Juni 2022

    Die Haßberg-Kliniken sollen eine neue Leitung bekommen: Ein Interimsmanager übernimmt ab 1. Juli 2022 die geschäftlichen Tätigkeiten des Vorstands sowie die Geschäftsführung der verbundenen Unternehmen. Am 4. Juli soll der Interimsmanager der Öffentlichkeit in einem Pressegespräch vorgestellt werden...

    Quelle: np-coburg.de
  • SMBW

    Erste Bußgelder wegen Verstoß gegen die einrichtungsbezogene Impfpflicht verhängt

    29. Juni 2022

    In Baden-Württemberg laufen derzeit mehr als 450 Bußgeldverfahren gegen Personen, die trotz behördlicher Aufforderung im Rahmen der einrichtungsbezogenen Impfpflicht noch keinen Immunitätsnachweis vorgelegt haben.

    Eine aktuelle Abfrage des Gesundheitsministeriums bei den Gesundheitsämtern im Land (PDF) hat ergeben, dass in Baden-Württemberg derzeit mehr als 450 Bußgeldverfahren gegen Personen laufen, die trotz behördlicher Aufforderung im Rahmen der einrichtungsbezogenen Impfpflicht noch keinen Immunitätsnachweis vorgelegt haben. Der Bundestag hatte ein entsprechendes Gesetz Ende 2021 mit großer Mehrheit verabschiedet. Das Land rechnet mit weiteren Bußgeldverfahren. Erste Bußgelder wurden bereits in der Größenordnung von 250 bis 300 Euro verhängt.

    Quelle: sozialministerium.baden-wuerttemberg.de
  • Neue Landesregierung kann Streiks an Kliniken beenden

    29. Juni 2022

    ver.di fordert fraktionsübergreifende Anstrengung für das Krankenhauspersonal - Streikkundgebung am 29. Juni vor dem Landtag

    In der neunten Streikwoche an den Universitätskliniken in NRW hat die Landesregierung die Chance, durch einen Beschluss zur Refinanzierung der Kosten einen Tarifabschluss zu ermöglichen. „In der Startphase der neuen Landesregierung wird sich jetzt zeigen, wie ernst es schwarz/grün mit einer Politik für Beschäftigte und Patienten meint. Der für Donnerstag von der SPD in den Landtag eingebrachte Antrag zur Refinanzierung der Kosten für einen guten Tarifvertrag kann ein schnelles Streikende ermöglichen, wenn die Fraktionen der Landesregierung den Antrag unterstützen und es endlich um die Beschäftigten geht und nicht mehr um Verzögerung!“ erklärt Gabriele Schmidt, ver.di Landesleiterin in NRW. „Eine solche politische Entscheidung würde es dann ermöglichen, in den Tarifverhandlungen, die von Dienstag bis Donnerstag in Köln fortgeführt werden, zu einer Einigung zu kommen.“, ist sich Schmidt sicher.

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    Helios-Beschäftigte legen im Streit um mehr Lohn Arbeit nieder

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    Die Gewerkschaft ver.di will den Druck auf den Klinikkonzern Helios in Niedersachsen erhöhen. Aus diesem Grund ruft sie Beschäftigte an den Klinikstandorten erneut zu Warnstreiks auf. Betroffen sind die Helios-Krankenhäuser in Gifhorn, Hildesheim, Nienburg, Salzgitter und Uelzen. An allen Standorten sei für Notdienste gesorgt. Der Grund für den Streik: Die Helios-Beschäftigten lehnen das aktuelle Angebot des Arbeitgebers ab...

    Quelle: NDR.de
  • Ein Erfahrungsbericht aus 20 Jahre Führung im Krankenhaus

    29. Juni 2022

    In Bezug auf Führung hat sich in den letzten 20 Jahren einiges geändert. Die beiden Begriffe „Führung“ und „Management“ müssen jedoch differenziert werden. Menschen führt man. Systeme wie ein Qualitätsmanagement-, Kennzahlen- oder Erfolgsvergütungskonzept werden gemanagt. Eine Führungskraft bzw. ein/e ManagerIn vereint beide Aufgaben, jedoch lohnt es sich, diese im Kern auseinander zu halten...

    Quelle: nexthealth.de
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    FuturaMed GmbH als TOP CONSULTANT 2022 geehrt

    28. Juni 2022

    Ausgezeichnete Klinikberater stehen für hervorragende Beratungsqualität

    Verlässliche Partner, wenn der Markt sich ändert: Gerade in turbulenten Zeiten brauchen auch Krankenhäuser Berater, die ihre Situation verstehen und Veränderungen meistern. Der Wettbewerb "Top Consultant" ermittelt jährlich die qualifiziertesten Berater für den Mittelstand. Im Bereich Klinikmanagement zählt die FuturaMed GmbH zu einem der besten Beratungsunternehmen Deutschlands.

    Die Corona-Pandemie hat vor allem Kliniken vor besondere Herausforderungen gestellt. Die Gesundheitseinrichtungen mussten schnell auf die Veränderungen reagieren, neu planen und zugleich ihre Mitarbeiter möglichst an Bord halten. In einer solchen Situation brauchen auch Krankenhäuser erfahrene Berater, die wissen, was in diesen Situationen funktioniert und die rasch konkrete Lösungen anbieten können.

    Quelle: Futuramed GmbH
  • QuMiK

    QuMiK-Klinikverbund positioniert sich zu gesundheitspolitischen Themen

    28. Juni 2022

    Krankenhäuser stehen vor großen Herausforderungen und fordern mehr Unterstützung durch die Politik

    Aufgrund der zunehmenden Herausforderungen im Gesundheitssystem, die weit über die Pandemie hinausgehen, hat sich der in Baden-Württemberg ansässige QuMiK-Klinikverbund (Qualität und Management im Krankenhaus) zu verschiedenen gesundheitspolitischen Themen positioniert. Der Verbund fordert mehr Unterstützung seitens der Politik, da der Reformstau im Gesundheitssystem mittlerweile oft existenzbedrohend für die Krankenhäuser geworden sei.
     

    Quelle: QuMiK - Qualität und Management im Krankenhaus
  • Pflegebeauftragte der Bundesregierung zu Gast in Düren

    27. Juni 2022

    In der letzten Legislaturperiode sind 44 neue Gesetze und Verordnungen in Kraft getreten - weggefallen ist keine einzige Vorgabe. Laut einer Umfrage des Marburger Bundes sind rund 35 Prozent der Ärzte über vier Stunden am Tag mit Bürokratie beschäftigt sind. Wie können Pflegende und Mediziner wieder mehr Zeit am Patienten tätig sein? "Wie kann der Pflegeberuf an Attraktivität gewinnen?"...

    Quelle: dn-news.de
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