Pflege fordert mehr Mitsprache bei politischen Entscheidungen
Pflegefachpersonen sollen stärker an politischen Entscheidungen beteiligt werden. Auf dem Pflege-Recht-Tag traf dieser Appell auf deutliche Kritik aus der Praxis an Regulierung und Stillstand…
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Beim 31. Deutschen Pflege-Recht-Tag in Berlin warb der Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, Christian Luft, für eine stärkere Einbindung von Pflegefachpersonen in politische Entscheidungsprozesse. Regelungen müssten sich an der Versorgungsrealität orientieren und im Alltag funktionieren. Angesichts steigender Pflegebedarfe, fehlender Fachkräfte und wachsender Kosten reichten Einzelreformen nicht aus. Gefordert seien kontinuierliche Verbesserungen sowie tragfähige Konzepte für Finanzierung, Angehörigenpflege und Eigenanteile.
Vertreterinnen und Vertreter der Pflege kritisierten zugleich eine wachsende Kluft zwischen Regulierung und Praxis. Die Vielzahl an Vorgaben binde Zeit und Ressourcen und erschwere eine patientennahe Versorgung. Gefordert wurden verlässliche Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und eine strategische Neuausrichtung. Dazu zählen moderne Versorgungsmodelle wie Advanced Nursing Practice und Telenursing sowie klar definierte Kompetenzprofile und passende Finanzierungsmodelle für neue pflegerische Rollen.
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