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Pflege

Michael Thieme

Der soziodemografische Wandel hat große Auswirkungen auf das künftige Arbeitskräfteangebot für Krankenhäuser und erfordert eine neue Aufgabenteilung bei den patientennahen Berufsgruppen. Im Pflege- und Funktionsdienst führt dies kontinuierlich zur Erweiterung von Kompetenzen und beruflichen Perspektiven. Beispiele aus der Praxis zeigen, dass Modelle zur Aufgabenneuordnung die Versorgung im Krankenhaus verbessern und zugleich die Zufriedenheit des Personals erhöhen können.

Wenig Zeit für die Patienten, keine Wertschätzung der Arbeit: Viele Schwestern und Pfleger sind frustriert. Wollen Krankenhäuser Fachpersonal gewinnen und binden, müssen sie die Arbeitsbedingungen attraktiver gestalten.

  • Die Woche 05 | 2018 - Die Pflege - immerwährende Herausforderung

    1. Februar 2019

    So langsam wird die Frage doch immer präsenter: Woher die Pflegekräfte nehmen? Nehmt so viele Fachkräfte wie nötig, die Kosten werden nun anderweitig getragen. Doch die Praxis zeigt: Der Weg ist gut, doch die Menschen für eine erfolgreiche Umsetzung müssen wir erst noch finden – bzw. in den Unternehmen halten können.

    „Um mehr Pflegekräfte zu gewinnen, müssen wir sie besser bezahlen und ihre Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen verbessern…“

    Bundesgesundheitsminister Spahn, Bundesfamilienministerin Giffey und Bundesarbeitsminister Heil haben am 3. Juli 2018 die Konzertierte Aktion Pflege in Berlin gestartet.

    „…Auch das Gesundheitsministerium wird sich an der Ausbildungsförderung beteiligen. Wer sich vom Pflegehelfer zur Pflegefachkraft weiterqualifizieren möchte, soll künftig weiter das Pflegehelfergehalt bekommen können…“

    Nun zeigt die Aktion erste Erfolge: Bis zum Jahr 2023 soll die Zahl der Auszubildenden in der Pflege um zehn Prozent steigen. Außerdem werden mehr Ausbildungsplätze und Weiterbildungsplätze geschaffen

    „…Mit dem Pflege-Paket heute legt die Konzertierte Aktion erste Ergebnisse vor. Das ist ein Anfang, um Pflege attraktiver zu machen. Mitte des Jahres folgt dann das Gesamt-Paket…“ Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

    Im Beisein von drei Bundesministern wurde die Ausbildungsoffensive Pflege für die kommenden vier Jahre gestartet. Sie soll mithilfe von 111 Maßnahmen Menschen für die Pflegeberufe begeistern und die Bedingungen der Ausbildung verbessern. Darunter sind folgende Kernpunkte zu verzeichnen:

    • Mehr Ausbildungs-, Weiterbildungs-, Schul- und Studienplätze werden geschaffen.
    • Eine bundesweite, Informations- und Öffentlichkeitskampagne für den Pflegeberuf startet.
    • Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen werden gefördert, die Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf zu verbessern. Auch die     betriebliche Gesundheitsförderung soll verbessert werden.
    • Die Weiterbildung von Pflegehelferinnen und –helfern zu Pflegefachpersonen wird besser gefördert.
    • Die Verbände der Pflegeeinrichtungen stellen mindestens 5.000 Weiterbildungsplätze für die Ausbildung von Pflegehelferinnen und -helfern zur Verfügung.

    Wir begrüßen die Ergebnisse ausdrücklich. Mit der Ausbildungsoffensive für Pflegeberufe ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gewährleistung der künftigen pflegerischen Versorgung verabschiedet worden“, kommentiert Peter Bechtel, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Pflegemanagement. "Unsere Forderung geht jedoch weiter. Für eine nachhaltige Umsetzung ist ein entsprechendes Geschäftsmodell mit Projekt- und Budgetplan sowie entsprechenden Prozessen und Controlling über alle Maßnahmen hinweg erforderlich. Aus unserer Sicht kann dies nur durch ein Bundesinstitut für Pflege sichergestellt werden“, so Bechtel weiter.

    In einem Gespräch mit dem MDR-Magazin "Hauptsache Gesund" äußern Pflege-Experten ebenfalls ihre Zweifel an den von der Bundesregierung vorgestellten Plänen für die Pflege-Ausbildung. Laut den Experten müsse es dringend ein politisches Umdenken geben. Anstatt mehr Stellen zu schaffen sei es wichtiger bestehende Pflegekräfte zu unterstützen und den Beruf für Wiedereinsteiger attraktiv zu machen.

    Die jährliche Umfrage von Roland Berger zeigte auch, dass die Besetzung offener Stellen in der Pflege darüber hinaus für mehr als 80 Prozent der befragten Krankenhausmanager eine große Herausforderung darstellt. Denn auch wenn mehr Plätze geschaffen werden sollen: Etwa 40 Prozent der Krankenhäuser gaben an, für die Besetzung einer Pflegestelle üblicherweise mehr als drei Monate oder sogar mehr als ein halbes Jahr zu benötigen.

    „Der daraus resultierende Engpass kann sowohl zu einer Unterversorgung von Patienten, zu höheren Belastungen für das Stammpersonal durch Überstunden oder auch einer steigenden Inanspruchnahme von Zeitarbeit führen“, betonten die Autoren.

    Auch DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein hat eine klare Meinung zu den Vorhaben. „...Es reicht allerdings bei weitem nicht aus, nur die Zahl der Ausbildungsplätze zu steigern und die Jobsicherheit der Branche zu betonen. Solange die Voraussetzungen für eine Ausbildung auf gutem Niveau und ein Verbleiben im Beruf nicht stimmen, wird die Offensive wenig ausrichten können. Die Arbeitsbedingungen, insbesondere die Pflegefachpersonalbesetzung, sind sofort und spürbar zu verbessern

    Die Pflege als Beruf, die Herausforderung Menschen langfristig für die Pflege zu begeistern und Arbeitszeitmodelle, die auf Dauer keinem biologischen Rhythmus etwas Gutes tun –

    Wir können unsere Energie sowohl in neue Konzepte bei der Ausbildung als auch in die Umverteilung von Arbeitsprozessen investieren. Es wird immer eine Herkulesaufgabe bleiben unsere Gesundheit langfristig qualitativ abgesichert zu wissen. Wohl, weil nichts so unsicher ist wie die Zukunft des Gesundheitswesens.

    Viele weitere interessante Artikel finden Sie natürlich wie gewohnt in unserem kostenfreien Newsletter [Anmeldung: hier] sowie täglich aktualisiert auf unserer Homepage: www.medinfoweb.de

    Quelle: Sophie Kühnhausen - medinfoweb.de
  • InEK

    InEK: Pflegepersonaluntergrenzen: Datensatzbeschreibung und Beispieldateien

    1. Februar 2019

    Ab sofort stellt das InEK Ihnen die Datensatzbeschreibung und Beispieldateien zur Lieferung von Daten zur Weiterentwicklung der Pflegepersonaluntergrenzen zur Verfügung ...

    Quelle: g-drg.de
  • Stationsleiterin der geriatrischen Station im Alexianer St. Hedwig-Krankenhaus mit dem zweiten Preis als Nachwuchs-Pflegemanager des Jahres 2019 ausgezeichnet

    1. Februar 2019

    Im Rahmen des Kongresses Pflege 2019 erhielt die Stationsleiterin der geriatrischen Station im Alexianer St. Hedwig-Krankenhaus in Berlin, Marie Sohn, den zweiten Preis für die praktische Realisierung eines „Konzeptes zur pflegerischen Versorgung von Menschen mit Demenz als Nebendiagnose in einem Akutkrankenhaus“.

    Quelle: alexianer-berlin-hedwigkliniken.de
  • ÄB

    Deutsche Stiftung Patientenschutz: Beratungsbedarf steigt

    1. Februar 2019

    Etwa 16% mehr Menschen benötigten im vergangenen Jahr ein Beratungsgespräch mit der Deutschen Stiftung Patientenschutz, zum Thema Einstufung des Pflegegrades. Aber auch Fragen rund um die Patientenverfügung und Hilfestellungen im Austausch mit Krankenkassen bieten die Experten Patienten und deren Angehörigen an ...

    Quelle: aerzteblatt.de
  • Evangelische Krankenhäuser wollen Abbrecherquote in der Pflege verringern

    31. Januar 2019

    Ausbildungsoffensive Pflege: DEKV begrüßt die verbindlichen Ziele für die Pflege-Ausbildung und will die Quote der Ausbildungsabbrüche senken
    „Die geplante Steigerung der Zahl der schulischen und akademischen Auszubildenden und der Ausbildungsplätze in der Pflege um 10 Prozent bis 2023 unterstützen die evangelischen Krankenhäuser ausdrücklich. 

    20190130-Evangelische-Krankenhaeuser-wollen-Abbrecherquote-in-der-Pflege-verringern.pdf

    20190130-Evangelische-Krankenhaeuser-wollen-Abbrecherquote-in-der-Pflege-verringern.pdf
    Quelle: Pressemeldung – Deutscher Evangelischer Krankenhausverband e.V. (DEKV)
  • SBZ

    Kliniken Sulzbach und Püttlingen bekommen 40 zusätzliche Pflegekräfte

    30. Januar 2019

    Unter dem Träger des Knappschaftskrankenhauses Saar erhalten die Kliniken in Sulzbach und Püttlingen, dank des neuen Pflegepersonalstärkungsgesetzes, 40 Pflegekräfte. Um jedoch im Kampf um Pflegekräfte gut aufgestellt zu sein, arbeiten die Kliniken derzeit an verbesserten Arbeitsbedingungen. So sollen Teilzeitmodelle, Gesundheitskurse und zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden ...

    Quelle: saarbruecker-zeitung.de
  • DPR

    Aufbau der Bundespflegekammer geht weiter

    28. Januar 2019

    Berlin. „Mit der Bundespflegekammer wird ein Forum geschaffen, in das sich alle echten Landespflegekammern – also demokratisch legitimierte und autonome Körperschaften des öffentlichen Rechts - einbringen und unter Beteiligung des Deutschen Pflegerates die Selbstverwaltung für die Berufsgruppe organisieren können. Damit bekommen die professionell Pflegenden endlich eine kraftvolle Stimme auf Bundesebene“, betonen die Mitglieder der Gründungskonferenz, die zur Mitarbeit am Aufbau der Bundeskammer aufrufen ...

    Quelle: Pressemeldung – deutscher-pflegerat.de
  • 'Projekt zur Umsetzung guter Arbeitsbedingungen in der Pflege' gestartet!

    25. Januar 2019

    Staatssekretär Andreas Westerfellhaus startet „Projekt zur Umsetzung guter Arbeitsbedingungen in der Pflege“. Die Curacon GmbH hat den Zuschlag nach europäischer Ausschreibung im Januar 2019 erhalten.

    Quelle: pflegebevollmaechtigter.de
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    PpUGV-Einhaltung vollautomatisch dokumentieren und proaktiv steuern

    25. Januar 2019

    Ab 1.1.2019 müssen viele Krankenhäuser die Einhaltung von Pflegepersonaluntergrenzen dokumentieren. Ein digitaler Leitstand kann nicht nur diese Aufgabe vollautomatisch erfüllen, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag, die Einhaltung der Grenzwerte proaktiv zu steuern.

    Quelle: binovis.de
  • DKG

    DKG zu Pflegepersonaluntergrenzen

    24. Januar 2019

    Kliniken liefern erste Informationen zu Pflegepersonaluntergrenzen

    Bei der Umsetzung der ersten Schritte für die Pflegepersonaluntergrenzen haben ausnahmslos alle Krankenhäuser fristgerecht ihre Anmeldungen vollzogen und damit die Basis für die zukünftige Erfassung der Pflegepersonaluntergrenzen gelegt. "Damit zeigen die Kliniken, dass sie konstruktiv an diesem für sie schwierigen gesetzlichen Vorhaben mitarbeiten ...

    Quelle: dkgev.de
  • BDI

    Pflegepersonaluntergrenzen gefährden kurzfristig die Versorgung

    24. Januar 2019

    Der BDI unterstützt grundsätzlich die Zielsetzung der Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV), die Personalausstattung in der Pflege im Krankenhaus zu verbessern. In Anbetracht der aktuellen Personallage führt die Umsetzung jedoch vor allem in den Intensivabteilungen zu akuten Versorgungsengpässen.

    Quelle: bdi.de
  • ÄB

    Zukunft mitgestalten: 'Ausbildungsallianz Nordrhein-Westfalen'

    24. Januar 2019

    Durch eine Kooperation der Nordrhein-westfälischen Verbände für Pflegeausbildungen soll die Weiterentwicklung der Pflegeausbildung aktiv mitgestaltet werden. Mit der Unterstützung der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) wird die Allianz vor allem an der geplanten Reform 2020 arbeiten ...

    Quelle: aerzteblatt.de
  • MOZ

    Eberswalder Forßmann-Krankenhaus: Mitarbeiter vs. Klinikleitung im Streit um Personalbedarf

    22. Januar 2019

    Die Klinikleitung des regionalen Klinik-Konzerns GLG bestätigte erst kürzlich die Erfüllung der Personalvorgaben. Daraufhin beschwerte sich ein Intensiv-Pfleger des Eberswalder Forßmann-Krankenhaus im Namen vieler Mitarbeiter. Die Betriebsvorsitzende Ursula Kregel räumt Engpässe auf der Intensivstation ein, erklärt jedoch auch, dass Konzepte zur Überbrückung (z.B. Leasing-Kräfte) eingesetzt werden ...

    Quelle: moz.de
  • SBZ

    Bertelsmann-Stiftung veröffentlicht erschreckende Hochrechnungen für die Pflegekosten

    22. Januar 2019

    Laut Hochrechnungen sollen die Kosten für die Pflegeversicherung bis zum Jahr 2045 um 550€ pro Peron/ pro Jahr steigen, das prophezeit zumindest eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Das liegt vor allem daran, dass die Zahl der Pflegebedürftigen bis dahin auf 5 Millionen wachsen wird. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn möchte mit einer öffentlichen Debatte über die Entwicklung der Pflege-Finanzierung informieren ... 

    Quelle: saarbruecker-zeitung.de
  • STERN

    Pflegeumfrage mit erwartet negativen Ergebnissen

    21. Januar 2019

    Der Care Klima Index befragt einmal pro Jahr repräsentativ Menschen, die in Pflegeberufen arbeiten, nach Meinung und Stimmung. Auf dem Deutschen Pflegetag, der letzte Woche in Berlin stattfand, wurden die Ergebnisse bekanntgegeben. Und sie sind nicht gut ...

    Quelle: stern.de
  • KMA

    Pflegeroboter gegen den Personalnotstand

    21. Januar 2019

    Angesichts des prognostizierten Fachkräftemangels und des demografischen Wandels gilt es neue Wege gegen den Fachkräftemangel in der Pflege einzuschlagen. Im Zuge der Digitalisierung könnten Pflegeroboter die Lösung sein ...

    Quelle: kma-online.de
  • Ärztegewerkschaft Asklepios stellt sich gemeinsam mit Pflege gegen die geplanten Änderungen der Bundesregierung im KA-AZG

    21. Januar 2019

    Das Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz sieht derzeit eine maximale tägliche Höchstarbeitszeit von 13 Stunden (bei verlängerten Diensten 29 Stunden) und eine wöchentliche durchschnittliche Arbeitszeit von 48 Stunden (als Opt Out bis 2021 bis zu 55 Stunden) für ÄrztInnen und PflegerInnen vor - das ist schon jetzt eine deutliche Mehrbelastung als in vielen anderen Branchen. Die aktuelle Regierung plant nun, die Arbeitsbedingungen für Ärzteschaft und Pflege weiter zu verschärfen ...

    Quelle: ots.at
  • DGIIN

    Umfrage zur Verbesserung der Situation in der Intensivpflege (DGIIN)

    18. Januar 2019

    Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) möchte Sie zur Teilnahme an der online Umfrage zur Verbesserung der Situation in der Intensivpflege einladen. Da die Politik seit Jahren dem Pflegemangel insbesondere in der Intensivmedizin mehr zuschaut als aktiv handelt, wollen wir von Seiten der Fachgesellschaft einen nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Intensivpflege vorschlagen.

    Das Ausfüllen des Fragebogens nimmt lediglich 5 Minuten in Anspruch, kann aber für die Zukunft der Intensivmedizin von ganz entscheidender Bedeutung sein ...

    Quelle: dgiin.de
  • Digitalisierung im Gesundheitswesen: Die Pflegeplatzmanager-Plattform

    18. Januar 2019

    Die digitale Plattform Pflegeplatzmanager schafft das, was sich die meisten Menschen wünschen: Sie macht das Leben ein bisschen einfacher. Dabei steht nicht nur eine gesteigerte Effizienz und mehr Umsatz im Vordergrund, sondern der Mensch und seine Bedürfnisse ...

    Quelle: Pressemeldung – openpr.de
  • MOZ

    Klinik-Konzern GLG: 'Wir haben kein Problem, die Untergrenzen zu erreichen.'

    17. Januar 2019

    Nach über der Hälfte des 1. Monats, nach Einführung der Pflegepersonaluntergrenzen auf pflegeintensiven Stationen, zieht der stellvertretende Pflegedirektor im regionalen Klinikkonzern GLG, Robert Schindler, positive Bilanz. Sowohl im Eberswalder Werner-Forßmann-Krankenhaus, als auch im Krankenhaus Prenzlau seien die Vorgaben des Bundesgesundheitsministeriums erfüllt ...

    Quelle: moz.de
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