Pflegeabwanderung in die Schweiz bleibt Thema in Südbaden

Eine Studie zu erhöhter Sterblichkeit sorgt in Südbaden für Diskussionen. Kliniken bewerten Ursachen und Folgen sehr unterschiedlich und verweisen auf regionale Besonderheiten…

14. Januar 2026
  • Personal

Eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung und des ifo Instituts sieht in Grenzregionen eine erhöhte Krankenhaussterblichkeit. Als Ursache wird unter anderem die Abwanderung von Pflegepersonal in die Schweiz genannt. In Südbaden fallen die Reaktionen unterschiedlich aus.

Das Klinikum Hochrhein fühlt sich in seiner Einschätzung bestätigt. Die Grenzlage erschwere weiterhin die Personalgewinnung. Höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen in der Schweiz führten zu Abwanderungen. Zwar habe sich die Versorgung seit dem Studienzeitraum verbessert, strukturelle Nachteile bestünden jedoch fort. Zusätzlich belaste eine Unterversorgung im ambulanten Bereich die stationäre Versorgung.

Die Kliniken im Landkreis Lörrach widersprechen der Kernaussage der Studie. Sie sehen keinen belegbaren Zusammenhang zwischen Personalabwanderung und Sterblichkeit. Die Personalsituation habe sich deutlich entspannt, offene Stellen gebe es nicht. Auch politisch wird die Studie kritisch eingeordnet und auf stabile Versorgungsstrukturen verwiesen.

Quelle:
swr.de

Medinfoweb
Die etablierte Informationsplattform für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen.

Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.