RKI-Handbuch unterstützt Kliniken ohne Sonderisolierstation bei HCID-Verdachtsfällen

Das Robert-Koch-Institut hat ein neues Hygiene-Handbuch veröffentlicht. Das Buch gibt konkrete Hinweise im Umgang mit begründeten Verdachtsfällen auf Infektionen mit hochpathogenen Erregern. Es richtet sich an Krankenhäuser ohne Sonderisolierstation…

10. April 2026
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Das Handbuch richtet sich an medizinische Einrichtungen ohne Sonderisolierstation und soll sie auf begründete Verdachtsfälle mit hochpathogenen Erregern vorbereiten. Es beschreibt, wie Häuser in diesem Szenario erste Schutzmaßnahmen organisieren, Patientinnen und Patienten vorübergehend isolieren und die Versorgung absichern, bis etwa eine Verlegung auf eine Sonderisolierstation möglich ist. Damit schließt es eine praktische Lücke, weil solche Fälle oft zuerst außerhalb spezialisierter Zentren auftreten oder zunächst nicht als HCID erkannt werden.

Grundlage sind die Erfahrungen aus den vom Robert Koch-Institut initiierten und koordinierten Projekten EKOS und EKOS-Rollout. Das Handbuch fasst daraus Planungshilfen, Handlungshinweise und Ansätze für das prozessuale Hygienemanagement zusammen. Fachlich stimmten das RKI und das EKOS-Net den Text mit STAKOB, KRINKO, DGKH und DGI ab.

Inhaltlich gliedert sich das Handbuch in zwei Teile. Teil 1 bietet praxisnahe Hinweise für Schulungen, Trainings und Übungen. Teil 2 behandelt Planung, Organisation und Schulungskonzepte für die strukturelle Vorbereitung in Einrichtungen.

Das Dokument ordnet die Empfehlungen ausdrücklich als nicht abschließend und nicht bindend ein. Es bildet den Wissensstand zum Redaktionsschluss ab und soll in unterschiedlichen klinischen Settings weiter erprobt werden. Rückmeldungen aus der Praxis sind ausdrücklich erwünscht.

Quelle:
rki.de

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