Schleswig-Holstein teilt Krankenhausversorgung in sechs Regionen auf

Schleswig-Holstein plant seine Klinikstruktur mit sechs Versorgungsregionen und vier Planungsebenen neu. Ab 2027 dürfen Kliniken Leistungen nur noch anbieten, wenn sie Qualitätskriterien erfüllen…

2. Juli 2026
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Schleswig-Holstein strukturiert seine Krankenhausversorgung im Rahmen der Krankenhausreform neu. Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken (CDU) stellte in Kiel ein Planungsmodell mit sechs Versorgungsregionen vor, das die geografischen Besonderheiten des Landes berücksichtigt, darunter Inseln, Halligen und weitläufige Flächen.

Die sechs Regionen orientieren sich an tatsächlichen Patientenströmen, nicht allein an Verwaltungsgrenzen. Die Versorgungsregion Süd-West etwa umfasst die Kreise Pinneberg und Steinburg sowie Norderstedt, mit dem Klinikum Itzehoe als zentralem Versorgungsanker.

Für die Planung gelten vier Ebenen: Kreis, Versorgungsregion, Land und länderübergreifend. Auf Kreisebene müssen Grund- und Basisnotfallversorgung wohnortnah verfügbar sein, etwa allgemeine innere Medizin und Geriatrie. Auf Regionsebene sind Notfallversorgung sowie spezialisierte Leistungen wie Geburtshilfe und Kinderheilkunde mindestens einmal vorzuhalten.

Ab 2027 dürfen Kliniken Leistungen aus 61 Leistungsgruppen nur noch anbieten und abrechnen, wenn sie die jeweiligen Qualitätskriterien erfüllen. Die Zuweisung erfolgt durch die Planungsbehörden der Länder. Die freie Klinikwahl bleibt für Patientinnen und Patienten erhalten.

Die Ärztekammer Schleswig-Holstein begrüßt das Ziel einer flächendeckenden Grundversorgung, warnt aber vor weniger Weiterbildungsstätten und drohendem Personalabbau durch engere finanzielle Rahmenbedingungen. FDP-Abgeordneter Heiner Garg fordert klare Perspektiven für einzelne Standorte und ausreichend Zeit für die Umsetzung, insbesondere bei Übergangsregelungen mit Kranken- und Ersatzkassen bis Ende 2026.

Quelle:
gmx.net

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