Schleswig-Holsteins Krankenhausplan: Grüne fordern Steuerung nach Qualität statt Strukturerhalt
Jasper Balke (Grüne) fordert eine aktiv steuernde Krankenhausplanung in Schleswig-Holstein, die Qualität, Bedarf und Erreichbarkeit sichert, und kritisiert pauschale Bundeskürzungen als kontraproduktiv…
- Politik
Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Jasper Balke, fordert eine Krankenhausplanung in Schleswig-Holstein, die Versorgung aktiv gestaltet statt nur bestehende Strukturen zu verwalten. Maßstäbe sollen medizinische Qualität, tatsächlicher Bedarf und verlässliche Erreichbarkeit sein.
Für das Flächenland Schleswig-Holstein bedeutet das konkret ein dreistufiges Modell, mit wohnortnaher Grundversorgung auf Kreisebene, spezialisierter Angebote in den Versorgungsregionen und hochkomplexer Medizin auf Landesebene. Zeitkritische Notfälle wie Schlaganfall oder Herzinfarkt müssen laut Balke auch künftig schnell erreichbar bleiben.
Fachkliniken mit überregionaler Expertise sowie geriatrische Einrichtungen sollen gezielt gestärkt werden. Als Beispiele für gelungene Verbindung von Spezialisierung und regionaler Verantwortung nennt Balke Standorte in Lübeck, Ratzeburg, Bad Oldesloe, Preetz und Eckernförde.
Den laufenden Dialogprozess des Landes mit Kliniken in sechs Versorgungsregionen bewertet Balke als richtigen Ansatz. Gleichzeitig kritisiert er die Bundespolitik scharf. Pauschale Kürzungen und die Infragestellung von Tarifsteigerungen in der Pflege konterkarieren die geforderte Veränderungsbereitschaft der Krankenhäuser. Ziel bleibt eine spezialisierte, qualitativ hochwertige und sektorenübergreifende Versorgung.
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