Sechs Fachdisziplinen unter einem Dach: Halle startet interdisziplinäres Intensivzentrum

Ab Oktober 2026 bündelt ein neues Zentrum für Intensivmedizin in Halle 128 Betten aus sechs Fachdisziplinen, um die intensivmedizinische Versorgung in Sachsen-Anhalt zu stärken…

2. Oktober 2026
  • Ökonomie

Die Universitätsmedizin Halle hat zum 1. Oktober 2026 sechs High-Care- und zwei Intermediate-Care-Stationen mit insgesamt 128 Betten in einem neuen Zentrum für Intensivmedizin (ZIM) gebündelt. Teams aus Anästhesiologie, Neurologie, Innerer Medizin, Chirurgie und Pädiatrie behandeln dort gemeinsam nach einheitlichen Standards.

PD Dr. Matthias Janda, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Halle (Saale), erklärt, das ZIM erfülle bereits die Kriterien für eine angestrebte Zertifizierung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss.

Einheitliche Behandlungspfade, interdisziplinäre Fallkonferenzen und ärztliche Intensivkoordinatoren sollen Aufnahme- und Verlegungsprozesse verbessern. Das gilt auch für die Zusammenarbeit mit peripheren Krankenhäusern. Eine Rund-um-die-Uhr-Aufnahmebereitschaft soll Versorgungsbrüche reduzieren.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau telemedizinischer Angebote. Prof. Dr. Michael Bucher, Direktor der Universitätsklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, will damit intensivmedizinische Expertise auch in die Fläche Sachsen-Anhalts bringen.

Das ZIM stärkt zudem Qualitätssicherung, Forschung sowie Fort- und Weiterbildung. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse sollen schneller in die klinische Praxis übertragen werden.

Quelle:
umh.de

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