Selektivvertrag zeigt Wirkung mit deutlich besserer Herzversorgung in Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg bringt die kardiologische Selektivversorgung spürbare Vorteile. Patientinnen und Patienten profitieren von besserer Steuerung, geringeren Klinikaufenthalten und höheren Überlebensraten…
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In Baden-Württemberg bewährt sich der Selektivvertrag von AOK und MEDI in der kardiologischen Versorgung. Fast 60.000 Patientinnen und Patienten erhalten pro Quartal eine strukturierte Betreuung. Eine wissenschaftliche Evaluation ergab signifikant höhere Überlebensraten bei chronischer Herzinsuffizienz und koronarer Herzkrankheit. Auch Klinikaufenthalte und Verweildauern sanken im Vergleich zur Regelversorgung. Verantwortlich seien verbindliche Steuerung, engere Betreuung, optimierte Arzneimitteltherapie und Qualitätsvorgaben für die teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte.
Finanziell unterscheidet sich das Modell ebenfalls von der Kollektivversorgung. Jeder Behandlungsfall wird vergütet, was eine intensivere Betreuung ermöglicht. Zudem umfasst der Vertrag moderne Verfahren wie implantierbare Ereignisrekorder, Defibrillatoren und Resynchronisationstherapie. Seit 2024 werden auch geschlechterspezifische Aspekte in der Versorgung berücksichtigt. AOK-Vorstand Johannes Bauernfeind betont die nachhaltigen Qualitäts- und Kostenvorteile. MEDI-Vorsitzender Norbert Smetak sieht auch für die kommenden Jahre eine Vorreiterrolle in der ambulanten Kardiologie.
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