Staatsanwaltschaft Köln beendet Ermittlungen zu Todesfällen im St. Remigius Krankenhaus
Die Staatsanwaltschaft Köln hat die Ermittlungen zu zwölf Todesfällen während der Juni-Hitzewelle in Leverkusen abgeschlossen und keine Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Versäumnis gefunden…
- QM
Für die strafrechtliche Bewertung der Todesfälle im St. Remigius Krankenhaus gibt es nach Abschluss der Ermittlungen keinen konkreten Hinweis auf ein Fehlverhalten des Personals. Die Staatsanwaltschaft Köln hatte in sieben Fällen Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Ein Sprecher sagte der dpa, konkrete Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Versäumnis des Krankenhauspersonals hätten sich bislang nicht ergeben.
Die zwölf Menschen waren während der Hitzewelle im Juni in dem Leverkusener Krankenhaus gestorben. Bei keinem der Fälle lässt sich laut Staatsanwaltschaft sicher feststellen, dass die Hitze den Tod verursacht hat.
Das St. Remigius Krankenhaus hat einen Schwerpunkt in der Geriatrie. Dort werden viele hochbetagte Menschen mit mehreren Vorerkrankungen behandelt. Diese Patientengruppe gilt bei Hitzewellen und extremen Temperaturen als besonders gefährdet.
In Aachen und Duisburg laufen die Ermittlungen weiter. Die Staatsanwaltschaft Aachen untersucht den Tod einer 56-jährigen Frau in Düren, die möglicherweise einen Hitzschlag erlitten hatte. In Duisburg ist das Verfahren zum Tod einer Frau in einer Klinik ebenfalls noch nicht abgeschlossen. Grundlage der Angaben ist ein dpa-Bericht nach Gesprächen mit den Staatsanwaltschaften in Aachen, Duisburg und Köln. Stand ist der 27.09.2026.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.