Steigende Lebensmittelpreise verschärfen Versorgungslücke in der Altenpflege

Der VDAB kritisiert, dass Pflegeheimbewohnern täglich nur 6,50 bis 7,50 Euro für alle Mahlzeiten und Getränke zur Verfügung stehen und das trotz gestiegener Lebensmittelpreise…

30. Juli 2026
  • Pflege
  • Ökonomie

Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenpflege (VDAB) fordert mehr Mittel für die Verpflegung in Pflegeheimen. VDAB-Bundesgeschäftsführer Thomas Knieling bezeichnete frische und ausgewogene Ernährung als wesentlichen Bestandteil guter Pflege, der nicht dem Spardruck geopfert werden dürfe.

Konkret stehen pro Bewohner und Tag lediglich 6,50 bis 7,50 Euro für sämtliche Mahlzeiten und Getränke zur Verfügung. Knieling stellt offen die Frage, wie unter diesen Bedingungen dauerhaft eine qualitativ hochwertige Verpflegung sichergestellt werden kann, zumal die Lebensmittelpreise gestiegen sind.

Pflegebedürftige zahlen derzeit durchschnittlich rund 3.500 Euro monatlich als Eigenanteil für einen Heimplatz. Die Verpflegung ist dabei nicht über die Pflegeversicherung abgedeckt, sondern wird aus diesem Eigenanteil finanziert. Vorrangig belasten jedoch Unterkunft, Personal und Investitionskosten dieses Budget, sodass für Lebensmittel nur ein geringer Restbetrag verbleibt.

Quelle:
aerzteblatt.de

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