Telepflege und elektronische Patientenakte: GKV-Spitzenverband legt Digitalisierungsagenda für die Pflege vor
Der GKV-Spitzenverband fordert in einem neuen Positionspapier den konsequenten Einsatz digitaler Technologien in der Pflege, verknüpft mit Nutzennachweis und geteilter Finanzierungsverantwortung…
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Der Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbandes hat das Positionspapier „Mehr Digitalisierung für eine zukunftsfeste Pflege“ auf seiner Sitzung verabschiedet. Angesichts wachsender finanzieller und personeller Engpässe in der sozialen Pflegeversicherung sieht der Verband in der Digitalisierung ein zentrales Instrument zur Sicherung der pflegerischen Versorgung.
Das Papier benennt fünf Kernforderungen. Digitale Prozesse sollen flächendeckend und störungsfrei ausgebaut werden, darunter Telepflege und weitere digitale Anwendungen. Der Nutzen digitaler Technologien muss für eine Refinanzierung durch die soziale Pflegeversicherung evidenzbasiert nachgewiesen werden. Bestehende Prüfverfahren sollen fortgeführt, Evaluationskriterien auf Vergleichbarkeit weiterentwickelt und die Nutzenbewertung dem Tempo angepasst werden.
Die elektronische Patientenakte soll als Kern eines interoperablen Versorgungsökosystems ausgebaut werden. Pflegeinformationen sollen darin integriert und mit medizinischen Daten sektoren- sowie sozialgesetzbücherübergreifend verknüpft werden. Digitale Kompetenz und Vertrauen müssen bei allen Beteiligten gestärkt werden, in Ausbildung, Studium und in der Bevölkerung. Die Finanzierung digitaler Ausstattung in Pflegeeinrichtungen ist mit klarer Zuweisung gemeinsam zu tragen.
Verwaltungsratsvorsitzender Uwe Klemens betont die Notwendigkeit flexiblerer Kommunikation zwischen Pflegebedürftigen, Angehörigen und Gesundheitspersonal. Dr. Susanne Wagenmann fordert die rasche Einbindung von Pflegeanbietenden und Pflegekassen in die Telematikinfrastruktur.
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