TI-Störungen und Geräteaustausch belasten Praxen finanziell

Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband verlangt eine deutliche Anhebung der TI-Pauschale. Grund sind wiederkehrende Ausfälle, hoher Zeitaufwand und zusätzliche Kosten durch den Austausch zentraler TI-Komponenten in den Praxen…

25. Februar 2026
  • Digitale Klinik

Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband fordert eine spürbare Erhöhung der Pauschale für die Telematikinfrastruktur. Nach Angaben der Bundesvorsitzenden Nicola Buhlinger-Göpfarth und Markus Beier häufen sich technische Störungen und Ausfälle. Diese beeinträchtigen den Praxisbetrieb erheblich.

Viele Praxen konnten zeitweise kaum arbeiten. Gleichzeitig mussten in den vergangenen Monaten zahlreiche Komponenten ersetzt werden. Betroffen sind unter anderem elektronische Heilberufsausweise, Konnektoren und SMC-B-Karten. Der Austausch verursacht zusätzliche Kosten und bindet Personal.

Der Verband kritisiert die Planung und Kommunikation der Verantwortlichen. Die Praxen erleben seit Monaten neue Austauschprozesse, die Teams organisatorisch und finanziell belasten.

Die anhaltenden Probleme schwächen aus Sicht des Verbandes die Akzeptanz der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Zugleich begrüßt der HÄV die Ankündigung von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, Zuständigkeiten zu bündeln und der gematik mehr Durchgriffsrechte gegenüber Industrieunternehmen zu geben. Dies könne die Steuerung der TI verbessern.

Der Verband hält eine höhere TI-Pauschale für notwendig, um die entstandenen Mehrkosten in den Praxen zumindest auszugleichen.

Quelle:
aerzteblatt.de

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