Transaktionsmarkt Gesundheitswesen 2025: 240 Deals trotz Insolvenzwelle und Reformdruck

Der deutsche Gesundheitstransaktionsmarkt bleibt 2025 mit 240 Deals stabil, geprägt von Krankenhausverkäufen aus Insolvenzen, selektiven Private-Equity-Exits und einer Wachstumsfinanzierung von 240 Millionen Euro für Amboss…

2. Juni 2026
  • Ökonomie

Der deutsche Gesundheitstransaktionsmarkt zeigt sich 2025 mit 240 erfassten Transaktionen stabil gegenüber 237 im Vorjahr. Hinter dieser Zahl verbergen sich strukturell gegensätzliche Bewegungen: Auf der einen Seite häufen sich Verkäufe insolventer Krankenhäuser, vor allem bei kommunalen und freigemeinnützigen Trägern. Auf der anderen Seite nutzen große konfessionelle Betreiber und einzelne private Konzerne die Lage zur Marktkonsolidierung.

Private Equity kommt bei Exits aus größeren MVZ-Gruppen weiterhin kaum voran. Einzelne Transaktionen zeigen aber, dass Bewegung möglich ist: GENUI veräußerte die Psychiatriegruppe VALEARA an Luxempart, Jacobs Capital verkaufte den Bestrahlungszentren-Betreiber Stingray an Amethyst (Fremman). GHO Capital fand mit Ares zumindest einen neuen Finanzierungspartner für die Linimed Gruppe, einen Anbieter von Intensivpflegeleistungen.

Im niedergelassenen Bereich kaufen PE-gestützte Praxisketten selektiv weiter zu. Besonders aktiv sind medermis (EOS Partners) in der Dermatologie, Corius (Ufenau Capital Partners) sowie RAD-x, LifeLink und Quartz Healthcare in der Radiologie.

Im digitalen Segment erhält Avelios 30 Millionen Euro von Sequoia für die Entwicklung eines neuen Krankenhausinformationssystems (KIS). Zusätzlich beteiligt sich SAP an Avelios, nachdem SAP sein eigenes Healthcare-Modul einstellt und viele Kliniken damit zum KIS-Wechsel gezwungen werden. Die größte Einzelfinanzierung des Jahres entfällt mit 240 Millionen Euro auf Amboss, eine digitale Aus-, Fort- und Weiterbildungsplattform.

Quelle:
pwc.de

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