Transformationsfonds: Fünf Länder starten Umstrukturierungen, zehn haben noch keine Mittel beantragt

Noch 2026 starten erste Umstrukturierungen im stationären Bereich: Niedersachsen, NRW, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hessen haben Bundesmittel aus dem Krankenhaustransformationsfonds bewilligt bekommen…

25. August 2026
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Fünf Bundesländer haben als erste Bundesmittel aus dem Krankenhaustransformationsfonds erhalten und stoßen damit noch 2026 konkrete Strukturveränderungen an. Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hessen setzen dabei vor allem auf Standortkonzentrationen und den Ausbau der Notfallversorgung.

Niedersachsen führt mit 260,4 Millionen Euro bewilligten Bundesmitteln. Drei Projekte sehen Standortzusammenlegungen vor: Das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende und das Krankenhaus Neu-Mariahilf werden zusammengeführt (151 Millionen Euro Gesamtkosten, davon 96 Millionen Euro Bundesmittel). Die Krankenhäuser Vechta und Lohne fusionieren zu einem Zentralklinikum (132 Millionen Euro, davon 94 Millionen Euro Bundesmittel). Die Helios Klinik Stolzenau wird in den Hauptstandort Nienburg integriert (30 Millionen Euro). Zusätzlich startet ein Neubau an der Euregio-Klinik Nordhorn (73 Millionen Euro).

In Nordrhein-Westfalen fließen 45,4 Millionen Euro Bundesmittel in die Zusammenlegung zweier GFO-Standorte in Bergisch Gladbach. Das Marien-Krankenhaus gibt den stationären Betrieb auf und wird für ambulante Versorgung und Ausbildung genutzt. Mecklenburg-Vorpommern erhielt 6,4 Millionen Euro für die Verlagerung von Chirurgie, Orthopädie und Intensivmedizin innerhalb eines Klinikverbunds. Schleswig-Holstein plant mit 15,9 Millionen Euro einen Hubschrauber-Dachlandeplatz an den Segeberger Kliniken und ein integriertes Notfallzentrum in der Schön Klinik Rendsburg. Hessen erhielt etwas mehr als zwei Millionen Euro für ein nicht näher benanntes Vorhaben.

Fünf Länder warten noch auf Bewilligung. Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Sachsen-Anhalt haben bislang keine Anträge gestellt. Bis 2035 stehen insgesamt bis zu 50 Milliarden Euro bereit, davon 29 Milliarden Euro vom Bund.

Quelle:
aerzteblatt.de

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