DKG: Warum Krankenhäuser nicht die Kostentreiber sind

Die gesetzliche Krankenversicherung steuert 2026 auf ein Milliardendefizit zu. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft benennt Einsparmöglichkeiten im eigenen Sektor und fordert zugleich Reformen bei Bürokratie, Kassenverwaltung und Prävention…

4. Februar 2026
  • Politik
  • Ökonomie

Die Finanzsituation der gesetzlichen Krankenversicherung bleibt angespannt. Für 2026 zeichnet sich ein erneutes Milliardenminus ab. Ursachen sind strukturelle Fehlentscheidungen, versicherungsfremde Leistungen und eine veränderte Arbeitswelt, die politisch lange unbeachtet blieb. Vor diesem Hintergrund fordert die Deutsche Krankenhausgesellschaft einen Kurswechsel. Pauschale Kürzungen lehnt sie ab und plädiert für systematische Reformen.

Die wirtschaftliche Lage vieler Kliniken ist bereits kritisch. Drei Viertel der Häuser schreiben Defizite, zahlreiche Standorte mussten Insolvenz anmelden. Gleichzeitig zeigen Daten, dass Krankenhäuser ihren Anteil an den GKV-Ausgaben seit Jahren senken. Andere Bereiche wachsen schneller.

Einsparpotenziale sieht Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), vor allem im Abbau von Doppelstrukturen, Überregulierung und Bürokratie. Die Krankenhausreform kann Effizienz schaffen, wenn sie geplant umgesetzt wird und Versorgungssicherheit gewährleistet bleibt. Ambulantisierung, Entbürokratisierung und eine Neuordnung der Kassenlandschaft bieten weitere Hebel. Langfristig braucht es zudem mehr Prävention und eine faire Finanzierung versicherungsfremder Leistungen aus Steuermitteln.

Quelle:
daskrankenhaus.de

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