Umfragen zeigen Frust über Termine, ePA und langsame Prozesse
Viele Patienten empfinden die Digitalisierung im Gesundheitswesen als zu langsam. Termine, ePA und KI bleiben hinter den Erwartungen zurück…
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Die Digitalisierung im Gesundheitswesen wird von vielen Patienten als unzureichend wahrgenommen. Laut dem Digital Health Report 2026 kritisieren 70 Prozent das geringe Tempo. Besonders problematisch bleibt die Terminvergabe. Für viele gleicht sie einem Hindernislauf, zwei Drittel haben deshalb bereits auf einen Arztbesuch verzichtet.
Auch die elektronische Patientenakte findet bislang wenig Anwendung. Zwar ist sie technisch verfügbar und weithin bekannt, doch nur ein kleiner Teil der Bevölkerung nutzt sie aktiv. Der Verband Pharma Deutschland spricht von ungenutzten Potenzialen. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger wirbt öffentlich für mehr Vertrauen in die ePA.
International sehen viele Patienten Deutschland im Rückstand. Gleichzeitig erkennen Ärzte und Patienten digitale Lösungen als Chance. Besonders KI-gestützte Terminassistenten stoßen auf Interesse. In der Praxis fehlt jedoch häufig ein strukturierter Einsatz. Verbände fordern deshalb verbindliche digitale Prozesse, etwa beim Medikationsmanagement, um Versorgung und Effizienz spürbar zu verbessern.
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