Hitzewelle mit fast doppelter Patientenzahl – Uniklinik Düsseldorf passt Notfall-Management an

Nach der Hitzewelle im Juni, als die Einweisungszahlen fast doppelt so hoch lagen wie am Wochenende zuvor, hat die Uniklinik Düsseldorf ihr Notfall-Management grundlegend überarbeitet…

29. Juli 2026
  • QM

Die Uniklinik Düsseldorf hat ihr Notfallkonzept nach der Hitzewelle im Juni angepasst, nachdem die Einweisungszahlen fast doppelt so hoch lagen wie an einem normalen Wochenende. Sprecher Tobias Pott bezeichnete die Situation als bislang einmalig für die Notaufnahme.

Während der Hitzewelle rief die Klinik den sogenannten MANE aus, den „Massenanfall von Erkrankten“. Zusätzliches Personal wurde aus dem Wochenende geholt, eine Sichtungsstation direkt am Eingang für Rettungswagen eingerichtet. Neu war nicht nur das Ausmaß, sondern auch die Dauer, denn die hohe Patientenzahl hielt über mehrere Tage an. Dominante Krankheitsbilder waren Hitzschläge, Dehydrierungen und Kreislaufkollapse.

Für künftige Hitzewellen soll der Sichtungsarzt gezielt auf typische Hitzschlag-Symptome achten. Dieses Krankheitsmuster wurde neu in die Notfallpläne aufgenommen. Zudem bereitet sich das Personal darauf vor, Patienten schnell herunterzukühlen, was laut Pott erheblich Zeit sparen kann.

Eine strukturelle Herausforderung bleibt ungelöst: Stationen ohne Klimaanlage sind der Hitze weiterhin ausgeliefert. Klimaanlagen sind zwar in Notaufnahme, OPs und Intensivstationen vorhanden, nicht aber flächendeckend. Eine schnelle Lösung sieht die Klinik dafür nicht.

Quelle:
wdr.de

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