Unimedizin Greifswald drängt auf landesweite Gesundheitsdaten-Plattform in MV
Der Wissenschaftliche Vorstand der Unimedizin Greifswald fordert eine landesweite Gesundheitsdaten-Plattform für Mecklenburg-Vorpommern, um pseudonymisierte Daten klinikübergreifend für Forschung, KI-Entwicklung und Datenaustausch zu nutzen…
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Prof. Karlhans Endlich, Wissenschaftlicher Vorstand der Unimedizin Greifswald, fordert den Aufbau einer landesweiten Gesundheitsdaten-Plattform für Mecklenburg-Vorpommern. Er sagt, in den Krankenhäusern des Landes lägen große Mengen an Gesundheitsdaten, deren Potenzial für die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz in der Patientenversorgung bisher nicht ausgeschöpft werde. Die Forderung erhebt Endlich auf der Digitalmesse NØRD in Rostock im Rahmen einer Podiumsdiskussion.
Als Grundlage nennt er das Gesundheitsforschungsstärkungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern. Dieses habe neue Spielräume eröffnet, die nun gemeinsam mit Landesregierung und Krankenhäusern weiter genutzt werden müssten. An der Universitätsmedizin Greifswald sei bereits eine Infrastruktur aufgebaut worden, die Datensätze von Patientinnen und Patienten pseudonymisiert und einheitlich für die Forschung bereitstellt. Dieses System solle ausgeweitet werden, um eine landesweite Plattform zu etablieren, in die alle Krankenhäuser eingebunden sind und die auch einen Datenaustausch untereinander ermöglicht.
Endlich betont, dass die Qualität von KI mit der Menge guter Daten steige. Als Beispiele nennt er Arbeiten der Augenheilkunde unter Leitung von Prof. Andreas Stahl sowie der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie unter Leitung von Prof. Mark Wielpütz, die gezeigt hätten, wie KI-Entwicklung genutzt werden kann, etwa zur genaueren Erfassung des Krankheitsverlaufs bei Mukoviszidose. Als nächsten Schritt nennt Endlich Schnittstellen zu anderen Krankenhäusern, um den Austausch zu ermöglichen, auch vor dem Hintergrund, dass an der Unimedizin Greifswald jährlich Millionen neue Daten hinzukämen.
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