Verdi eskaliert Tarifkonflikt: Drei Streiktage an vier Unikliniken in Baden-Württemberg

Verdi ruft Beschäftigte an vier Unikliniken in Baden-Württemberg zu bis zu dreitägigen Warnstreiks auf und lehnt das Arbeitgeberangebot ab. Am 8. Juli folgt die vorerst letzte Verhandlungsrunde…

7. Juli 2026
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An den Universitätskliniken Freiburg, Heidelberg, Ulm und Tübingen hat Verdi mehrtägige Warnstreiks ausgerufen. Das Angebot der Arbeitgeber lehnt die Gewerkschaft ab. Betroffen sind rund 26.000 Beschäftigte.

In Freiburg und Ulm wird vom 6. bis 8. Juli vollständig gestreikt. In Heidelberg und Tübingen gilt das für den 6. und 7. Juli, am 8. Juli nur teilweise. An diesem Tag findet die dritte und vorerst letzte Verhandlungsrunde statt, zu der Verdi auch eine Protestaktion vor Ort plant.

Patienten müssen mit Einschränkungen und längeren Wartezeiten rechnen. Zahlreiche OP-Säle bleiben geschlossen, nicht alle Betten können belegt werden. Die Notfallversorgung ist laut Gewerkschaft gesichert.

Verdi-Verhandlungsführer Jakob Becker erwartet eine höhere Streikbeteiligung als bei vorherigen Ausständen. Die Gewerkschaft kritisiert, die Arbeitgeber wollten Reallohnverluste für fast drei Jahre festschreiben, eine Option auf eine 45-Stunden-Woche einführen, die Jahressonderzahlung an Krankentage koppeln und den Schutz bei drohendem Personalabbau verschlechtern.

Verdi fordert 7,5 Prozent mehr Lohn, mindestens 320 Euro monatlich mehr, für Auszubildende und Praktikanten 250 Euro zusätzlich sowie einen Mobilitätszuschuss in Höhe des Deutschlandtickets. Die Arbeitgeber boten in der zweiten Runde eine Einmalzahlung von 400 Euro und eine Gehaltssteigerung von 4,75 Prozent in drei Schritten an. Sie verweisen auf die schwierige Finanzlage der Kliniken und erwartete Auswirkungen der Gesundheitsreform der Bundesregierung.

Quelle:
kma-online.de

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