Warnstreiks an vier Unikliniken: Verdi startet in Ulm, weitere Standorte folgen
Warnstreiks an den Unikliniken Ulm, Freiburg, Heidelberg und Tübingen können zu längeren Wartezeiten und Terminverschiebungen führen, während Notfallversorgung und dringliche Behandlungen gewährleistet bleiben sollen…
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Der Tarifstreit an den vier Universitätskliniken in Baden-Württemberg führt in dieser Woche zu Warnstreiks, die für Patientinnen und Patienten spürbare Folgen haben können. An der Universitätsklinik Ulm ist ein ganztägiger Warnstreik angesetzt. Die Gewerkschaft Verdi rechnet zudem am Dienstag in Freiburg, Heidelberg und Tübingen mit weiteren Arbeitsniederlegungen. Insgesamt erwartet Verdi an beiden Tagen rund 1.500 Teilnehmende.
Die Kliniken stellen die Versorgung im Notfall und lebenswichtige Behandlungen nach eigenen Angaben sicher. Gleichzeitig sind Einschränkungen möglich. Verdi nennt längere Wartezeiten und schließt Verzögerungen in Einzelfällen nicht aus. Auch die Uniklinik Tübingen kündigt längere Wartezeiten an und betont, dass Akut- und Notfallversorgung jederzeit gewährleistet werde. Patientinnen und Patienten, deren Termine verschoben werden müssen, sollen von den Fachabteilungen aktiv informiert worden sein.
Auslöser ist ein festgefahrener Tarifkonflikt für rund 26.000 Beschäftigte. Verdi fordert 7,5 Prozent mehr Geld, mindestens 320 Euro pro Monat, sowie 250 Euro mehr für Auszubildende und Praktikantinnen und Praktikanten. Für Azubis verlangt die Gewerkschaft zusätzlich einen Mobilitätszuschuss in Höhe des Deutschlandtickets. Die nächste Verhandlungsrunde ist laut Arbeitgeberverband der Universitätsklinika (AGU) für den 17. Juni angekündigt. Der AGU verweist auf eine schwierige wirtschaftliche Lage der Unikliniken und erwartete Folgen der aktuellen Gesundheitsreform.
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