Verdi ruft zu mehrtägigen Warnstreiks an vier Unikliniken in Baden-Württemberg auf

Verdi ruft Beschäftigte an den Unikliniken Freiburg, Heidelberg, Ulm und Tübingen zu mehrtägigen Warnstreiks auf. Zahlreiche OP-Säle bleiben geschlossen, die Notfallversorgung bleibt gewährleistet…

3. Juli 2026
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Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten an vier Universitätskliniken in Baden-Württemberg zu mehrtägigen Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind die Kliniken in Freiburg, Ulm, Heidelberg und Tübingen. In Freiburg und Ulm wird von kommenden Montag bis Mittwoch vollständig gestreikt, in Heidelberg und Tübingen Montag und Dienstag komplett sowie am Mittwoch teilweise.

Hintergrund sind laufende Tarifverhandlungen für rund 26.000 Beschäftigte. Verdi fordert 7,5 Prozent mehr Lohn, mindestens 320 Euro zusätzlich pro Monat, 250 Euro mehr für Auszubildende und Praktikanten sowie einen Mobilitätszuschuss in Höhe des Deutschlandtickets für Azubis.

Die Arbeitgeber legten in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vor: eine Einmalzahlung von 400 Euro und eine Gehaltssteigerung von 4,75 Prozent in drei Schritten. Sie verweisen auf die angespannte Finanzlage der Kliniken und erwartete Auswirkungen der Gesundheitsreform der Bundesregierung.

Verdi-Verhandlungsführer Jakob Becker kritisiert, die Arbeitgeber wollten Reallohnverluste für fast drei Jahre festschreiben, eine Option auf eine 45-Stunden-Woche einführen, die Jahressonderzahlung an Krankentage koppeln und den Schutz bei drohendem Personalabbau verschlechtern. Er rechnet mit einer höheren Streikbeteiligung als bei vorherigen Ausständen.

Patienten müssen mit Einschränkungen rechnen. Zahlreiche OP-Säle bleiben geschlossen, nicht alle Betten können belegt werden. Die Notfallversorgung ist laut Gewerkschaft gesichert. Am Mittwoch findet die dritte und vorerst letzte Verhandlungsrunde statt, begleitet von einer Protestaktion vor Ort.

Quelle:
aerzteblatt.de

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