Vier Kliniken im Kreis Esslingen könnten unter ein gemeinsames Dach rücken
Die Stadt Esslingen und der Landkreis prüfen einen Zusammenschluss ihrer Kliniken. Hohe Kosten und die angespannte Finanzlage der Stadt treiben den Prüfprozess voran. Eine Entscheidung könnte Mitte 2027 fallen…
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Die Stadt Esslingen und der Landkreis Esslingen prüfen, ob sie ihre Krankenhäuser zusammenführen. Ausschlaggebend sind hohe Betriebskosten und die angespannte Finanzlage der Stadt. Der Landkreis könnte dann alleiniger Träger der Kliniken im Kreis Esslingen werden.
Derzeit gibt es im Kreis vier kommunale Kliniken: das städtische Klinikum Esslingen sowie die drei Häuser der medius KLINIKEN in Kirchheim unter Teck, Nürtingen und Ostfildern-Ruit. Beide Klinikleitungen sehen in einem Zusammenschluss eine Chance, auf die veränderten Bedingungen in der Krankenhauslandschaft zu reagieren.
Im Sommer 2026 wollen Stadt und Landkreis zunächst eine gemeinsame Absichtserklärung verabschieden. Danach sollen Fachleute die wirtschaftliche Lage des Klinikums Esslingen genau prüfen und Chancen sowie Risiken bewerten. Über einen möglichen Zusammenschluss müssten anschließend die Aufsichtsräte der beiden Klinikträger, der Esslinger Kreistag und der Gemeinderat der Stadt Esslingen entscheiden. Eine Entscheidung könnte Mitte 2027 fallen.
Neu ist die Idee nicht. Das Bundeskartellamt stoppte eine ähnliche Lösung im Mai 2014 wegen befürchteter Wettbewerbsnachteile. Laut den Beteiligten haben sich die Rahmenbedingungen seitdem auf Bundes- und Landesebene grundlegend verändert. Die medius KLINIKEN beschäftigen rund 3.700 Mitarbeitende, das Klinikum Esslingen rund 2.000.
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