Vier Monate nach Betreiberwechsel: Klinik Zerbst meldet mehr Patienten und besseres Arbeitsklima
Seit der Landkreis Anhalt-Bitterfeld die ehemalige Helios-Klinik in Zerbst Anfang 2026 übernommen hat, berichten Bürgermeister und Betriebsrat von gestiegener Patientenzahl und verbesserter Stimmung im Haus…
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Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld betreibt die frühere Helios-Klinik in Zerbst seit Februar 2026 in kommunaler Trägerschaft. Vier Monate nach der Übernahme zieht Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) eine positive Bilanz. Das Vertrauen der Patienten sei zurückgekehrt, die Belegungszahlen stiegen.
Das Ziel des Landkreises liegt bei mehr als 80 behandelten Patienten pro Tag. Im März wurde dieser Wert mit 100 Patienten an einem Tag übertroffen, im Juni lag der Tagesdurchschnitt bei 73 Aufnahmen.
Alle Beschäftigten in Pflege und Service wurden übernommen. Beim ärztlichen Personal gab es eine Vereinbarung mit Helios, wonach die Orthopädie künftig in Burg angesiedelt ist. Einige Ärzte kehrten Helios dennoch den Rücken und sind nun als Chirurgen in Zerbst tätig. Die Suche nach weiteren Ärzten läuft.
Dittmann beschreibt einen „kompletten Stimmungswechsel“ im Haus. Als Grund nennt er die kommunale Perspektive und das klare Bekenntnis zu einem langfristigen Engagement. Auch Betriebsratsvorsitzender Yves Zelmanski bestätigt eine positive Entwicklung.
Für die Zukunft müsse die Klinik weiter strukturell gestärkt werden. Dittmann verweist dabei auf die laufende Krankenhausreform in Sachsen-Anhalt. Hintergrund der Übernahme war die Ankündigung von Helios im Oktober 2025, den stationären Betrieb zum 19. Dezember 2025 aufzugeben. Dagegen hatte es in der Region große Proteste gegeben.
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