Virtuelle Station statt Klinikaufenthalt: Asklepios erprobt neue Versorgungsform

Asklepios erprobt mit VirtualWard eine stationäre Behandlung im Pflegeheim. Medizinisch funktioniert das Modell, Verträge und Teilnahmequoten bremsen bislang…

14. Januar 2026
  • Ökonomie

Mit dem Projekt „VirtualWard“ erprobt die Asklepios Kliniken die stationäre Versorgung von Pflegeheimbewohnerinnen und Pflegeheimbewohnern außerhalb des Krankenhauses. Seit November 2025 behandeln zwei Kliniken in Hamburg und Hessen ausgewählte Patientinnen und Patienten nach einer Notaufnahme-Diagnose wieder in ihrer Einrichtung. Telemedizin, tägliche Visiten per Video und ein enges Zusammenspiel mit der Pflege ermöglichen die Versorgung bei überschaubaren Krankheitsbildern wie Infektionen.

Fachlich sehen die Beteiligten Vorteile, etwa weniger Desorientierung und geringere Risiken durch Klinikaufenthalte. Die größten Hürden liegen jedoch außerhalb der Medizin. Die Vergütung ist nur über besondere Verträge möglich, jede Krankenkasse muss einzeln zustimmen. Zudem sind Einwilligungen und passende Diagnosen erforderlich. Bislang blieb die Zahl der Teilnehmenden gering. Die wissenschaftliche Evaluation läuft bis Herbst 2026. Erst danach wird sich zeigen, ob das Modell eine Perspektive für die Regelversorgung hat.

Quelle:
aok.de

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