VUD-Chef Scholz fordert bundeseinheitliche Versorgungsstruktur und langfristiges gesundheitspolitisches Zielbild
Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands, fordert ein langfristiges gesundheitspolitisches Zielbild und eine bundeseinheitlich systematisierte Versorgungsstruktur statt kurzfristiger Steuerungslogik…
- Politik
- Ökonomie
Universitätsklinika sind nach Einschätzung von Professor Jens Scholz, Vorstandsvorsitzendem des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands (VUD), zentrale Akteure für Maximalversorgung, Krisenmanagement und Forschung. Was fehlt sei ein langfristiges gesundheitspolitisches Zielbild. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz zeigt für Scholz exemplarisch, dass die Politik nach dem Rasenmäherprinzip steuert, ohne strukturelle Relevanz einzelner Einrichtungen zu berücksichtigen.
Im Bereich zivil-militärischer Zusammenarbeit bestehen bereits regionale Kooperationsstrukturen. Verbindliche Regelungen zur einheitlichen Lageerfassung und Steuerung fehlen jedoch noch. Scholz sieht hier erheblichen Handlungsbedarf und erwartet, dass das Gesundheitssicherstellungsgesetz wesentliche Fragen regeln wird.
Das Medizinforschungsgesetz (MFG) bewertet Scholz grundsätzlich positiv, beobachtet aber, ob neue Zuständigkeiten erneut Komplexität erzeugen. Die Fünf-Prozent-Quote für Probanden aus Deutschland versteht er als Indikator für die Standortattraktivität, nicht als Selbstzweck.
Für die Krankenhausreform plädiert Scholz für eine stärker bundeseinheitlich systematisierte Versorgungsstruktur mit Leistungsgruppen und hinterlegten Qualitätskriterien. Den Ausschlag gibt für Scholz der Mut der Akteure vor Ort, Reformen konsequent umzusetzen und Prioritäten zu setzen.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.