Weniger Betten, mehr Spezialisierung: KRH investiert dreistellig in Neubauten
Das KRH Klinikum Region Hannover richtet seine Krankenhauslandschaft neu aus. Neun Standorte werden umgebaut, zusammengeführt oder spezialisiert. Bettenkapazitäten sinken, Investitionen steigen deutlich, mit langfristiger Perspektive bis in die späten 2020er Jahre…
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Das KRH Klinikum Region Hannover hat 2023 die Medizinstrategie 2030 gestartet. Damit reagiert der Verbund auf Fachkräftemangel, Investitionsstau und steigende Qualitätsanforderungen. Neun Standorte werden neu strukturiert, modernisiert oder baulich ersetzt.
Die Zahl der Betten sinkt von 2.400 auf 1.750. Gleichzeitig konzentriert das KRH spezialisierte Leistungen an ausgewählten Standorten. Das Angebot soll künftig von der Grundversorgung bis zur Maximalversorgung klar abgestuft sein.
Zu den größten Projekten zählt der Ersatzneubau in Gehrden mit 349 Betten und Investitionen von rund 255 Millionen Euro. In Großburgwedel entsteht ein Schwerpunktkrankenhaus mit 285 Betten. Der Baubeginn ist für Sommer 2026 geplant, die Bauzeit beträgt sechs bis acht Jahre.
In Lehrte entsteht ein Regionales Gesundheitszentrum mit ambulanten und stationären Angeboten. Am Standort Siloah wird eine neue Krankenhausapotheke errichtet. Auch die Psychiatrie in Wunstorf erhält einen Neubau. Weitere Umbauten betreffen unter anderem Laatzen sowie die Zusammenführung von Nordstadt und Siloah zu einem Maximalversorger mit 830 Betten.
Nach Angaben von Regionspräsident Steffen Krach und der Geschäftsführung investiert der Verbund einen dreistelligen Millionenbetrag. Die Umsetzung läuft seit zwei Jahren. Politische Unterstützung und eine enge Abstimmung mit Land und Region gelten als zentrale Voraussetzungen für den weiteren Verlauf.
Die Bauabschnitte sind bis in die späten 2020er Jahre geplant. Die Versorgung soll in dieser Zeit ohne Unterbrechung gesichert bleiben.
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