Zahngesundheit bleibt in der GKV – Ministerin erteilt Privatisierungsplänen klare Absage
Der Vorschlag, Zahnbehandlungen aus der GKV zu streichen, stößt auf breite Ablehnung. Regierung, Kassen und Verbände warnen vor sozialen und medizinischen Folgen und fordern stattdessen Strukturreformen…
- Politik
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken schließt die Streichung zahnärztlicher Leistungen aus der GKV aus. Der CDU-Wirtschaftsrat hatte zuvor vorgeschlagen, Zahnarztbehandlungen privat abzusichern und aus dem Solidarsystem herauszulösen. Die Ministerin sieht darin einen Bruch mit dem Kerngedanken der gesetzlichen Krankenversicherung.
Krankenkassen und zahnärztliche Organisationen kritisieren den Vorstoß als medizinisch falsch und ökonomisch kurzsichtig. Martin Hendges von der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung und Romy Ermler von der Bundeszahnärztekammer verweisen auf den Zusammenhang zwischen Mund- und Allgemeingesundheit. Ulrike Elsner vom Verband der Ersatzkassen betont, gesunde Zähne dürften keine Frage des Geldbeutels sein.
Frau Prof. Nicola Buhlinger-Göpfarth Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverband mahnt eine seriöse Debatte an. Vor Leistungskürzungen müssten zunächst Strukturreformen angegangen werden. Die von Warken eingesetzte Finanzkommission soll bis Jahresende Vorschläge zur Beitragsstabilisierung vorlegen. Erste Ergebnisse werden Ende März erwartet.
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