Pressemeldung

Zukunft gemeinsam gestalten: Erster Jahresempfang des Verbunds der Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim

Die beiden Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim sowie die Medizinische Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg haben am 2. Juli 2026 zu ihrem ersten gemeinsamen Jahresempfang eingeladen…

6. Juli 2026
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Die Stärken beider Standorte und ihrer Partner enger vernetzen, die gemeinsame Präsenz in der Region und darüber hinaus ausbauen: Die Vision eines national und international führenden Clusters für Medizin und Gesundheitsversorgung zeichneten Verbunds-CEO Professor Dr. Hanns-Peter Knaebel und Dekan Professor Dr. Michael Boutros beim ersten gemeinsamen Jahresempfang des Verbunds der Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim sowie der Medizinischen Fakultät Heidelberg. Professorin Dr. Frauke Melchior, Rektorin der Universität Heidelberg, hatte zuvor die rund 500 Gäste aus der Metropolregion Rhein-Neckar im neuen Hörsaalkomplex „audiMAX“ der Universität begrüßt – einem hervorragend geeigneten Ort für den gewachsenen Rahmen der Veranstaltung.

Zukunft gestalten – Strategie, Kooperation und Verantwortung in der Region

Zum Auftakt entwarf der Vorstandsvorsitzende des Verbunds, Professor Dr. Hanns-Peter Knaebel, ein ambitioniertes Zukunftsbild für Heidelberg, Mannheim und die Partner in der Region: „Wir wollen diesen Verbund nicht verwalten, sondern aktiv gestalten. Der Zusammenschluss soll die Grundlage für einen weltweit einzigartigen Medizinstandort schaffen.“

Die Gesundheitswirtschaft entwickle sich zunehmend zur neuen Leitindustrie Baden-Württembergs und biete großes Potenzial für Innovation und Wertschöpfung. Der Verbund bringe medizinische Exzellenz und Innovation auch in die Fläche und könne so als Modellregion zu einem Vorbild weit über die Metropolregion Rhein-Neckar hinaus werden. Eine verstärkte Zusammenarbeit mit Kliniken und Versorgungseinrichtungen ermögliche, dass Patientinnen und Patienten auch im Umkreis der Universitätskliniken Heidelberg und Mannheim eine exzellente Versorgung auf universitärem Niveau erhalten können. In einem sich wandelndem Gesundheitssystem habe die Universitätsmedizin dabei eine besondere Lotsenfunktion. Ebenso eng wie in der Krankenversorgung soll die Zusammenarbeit mit Wissenschaft, Start-ups und Unternehmen sein. Kooperation, so Knaebel, sei deshalb neben Krankenversorgung, Forschung und Lehre die „vierte Säule“ der Universitätsmedizin.

Digitalisierung spiele auf diesem Weg eine Schlüsselrolle: nicht verstanden als Selbstzweck, sondern als Instrument, um Arbeitsabläufe zu verbessern, Bürokratie abzubauen und insbesondere patientennahe Berufsgruppen spürbar zu entlasten. Knaebel betonte: „Es geht nicht um irgendein IT-Projekt, sondern um die grundlegende Transformation von Prozessen, Wissen und Entscheidungen – und vor allem: um die intelligente Nutzung von Daten für bessere Versorgung, exzellente Forschung, schnellere Translation und neue Formen der Zusammenarbeit für eine menschliche Medizin der Zukunft.“

Ebenfalls entscheidend sei der Aufbau einer gemeinsamen Identität. „Wir werden die Stärken der Standorte bewahren, ihre Profile schärfen und sie in eine starke Marke integrieren, die für exzellente Medizin steht und weltweit Beachtung findet“, so Knaebel. Wichtig sei eine gemeinsame Grundhaltung: Nur wenn alle Beteiligten über Institutions- und Standortgrenzen hinweg gemeinsam Verantwortung für die Zukunft des Verbunds übernehmen, könne die Transformation nachhaltig gelingen.

Exzellenz gemeinsam weiterentwickeln – Forschung, Lehre, Translation und internationale Sichtbarkeit

„Innovationen entstehen dort, wo unterschiedliche Disziplinen, Institutionen und Menschen zusammenarbeiten. Die Metropolregion mit der Exzellenzuniversität Heidelberg, ihren beiden international renommierten Medizinfakultäten sowie den herausragenden außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Heidelberg und Mannheim bildet ein einzigartiges Ökosystem für innovative Forschung und erfolgreiche Translation“, knüpfte Professor Dr. Michael Boutros, Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg, an seinen Vorredner an. Der Verbund der Universitätsklinika und die anstehende Fusion der Fakultäten eröffne die Chance, diese Stärken künftig noch enger miteinander zu verzahnen. „Die Zukunft entsteht nicht durch bloße Addition, sondern durch die Verbindung komplementärer Kompetenzen“, so Boutros.

Wie erfolgreich diese Vernetzung bereits heute gelebt wird, zeigt die „Health + Life Science Alliance Heidelberg Mannheim“. Sie steht für die enge Zusammenarbeit der Universität, Kliniken und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in der Region und schafft die Voraussetzungen dafür, herausragende interdisziplinäre Forschung zu ermöglichen und Erkenntnisse schneller in die Anwendung zu bringen. 

Über die Region hinaus richtet sich der Blick bereits auf internationale Partnerschaften mit weltweit führenden wissenschaftlichen Einrichtungen. Die künftige Entwicklung des Verbunds und der fusionierten Fakultät soll dazu beitragen, den Standort als leistungsstarken, international vernetzten und innovationsorientierten Wissenschaftsraum weiter zu profilieren. 

Zugleich betonte Boutros die Bedeutung der Lehre: „Unsere zwei starken Standorte eröffnen neue Möglichkeiten für moderne Studienangebote, interdisziplinäre Formate und Zukunftsfelder wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Prävention.“

Sie empfingen rund 500 Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesundheitswesen zum ersten gemeinsamen Jahresempfang des Verbunds der Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim (von links nach rechts): Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel, Vorstandsvorsitzender des Verbunds; Prof. Dr. Frauke Melchior, Rektorin der Universität Heidelberg; Prof. Dr. Michael Boutros, Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg; Prof. Dr. Maurice Stephan Michel, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Mannheim und Stellvertretender Vorstand Medizin für den Standort Mannheim; Yvonne Dintelmann, Vorständin Personal und Pflege; Stephan Schulz-Gohritz, Vorstand Finanzen; Prof. Dr. Markus Weigand, Stellvertretender Vorstand Medizin für den Standort Heidelberg. Nahm ebenfalls am Empfang teil: Tatjana Utz-Erhardt, die ab dem 6. Juli 2026 das Amt der Vorständin Operatives Geschäft im Verbund übernehmen wird (rechts im Bild). Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg

Perspektiven auf den Verbund – Menschen, Steuerung und Zusammenarbeit

In einer moderierten Podiumsdiskussion standen die zentralen strategischen Schwerpunkte des Verbunds aus unterschiedlichen Perspektiven im Mittelpunkt. Yvonne Dintelmann, Vorständin für Personal und Pflege, lenkte den Blick auf die tragende Säule des Verbunds: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit „We Care“ stellte sie das Motto für den   Transformations-Prozess vor. Der Verbund sollte getragen werden von einer Wertekultur, in der Verantwortung füreinander und für die anstehenden Herausforderungen übernommen wird. Gleichzeitig eröffne der Verbund vielfältige berufliche Entwicklungsperspektiven für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit den beiden Ausbildungsakademien und einer gemeinsamen Personalentwicklung erlaube der Verbund ein berufslebenslangen Lernen – von Ausbildung und Weiterbildung über Führung bis hin zu Qualifizierung und Akademisierung in einem breiten Spektrum von Berufen und Fachrichtungen. „Damit wird der Verbund ein Treiber für die Weiterentwicklung der Gesundheitsberufe und stärkt unsere Attraktivität als Arbeitgeberin“, so Dintelmann.

Stephan Schulz-Gohritz, Vorstand Finanzen, machte deutlich, dass sich der Verbund in einem anspruchsvollen finanziellen Umfeld bewege. Sparmaßnahmen der Bundesregierung und steigende Kosten erhöhten den Druck, zugleich bleibe der Investitionsbedarf in Infrastruktur, Digitalisierung und Innovation hoch. „Wir müssen die richtigen Hebel identifizieren und gezielt steuern“, sagte Schulz-Gohritz. Entscheidend sei deshalb, Transparenz über Kennzahlen und Prozesse zu schaffen, finanzielle Handlungsspielräume zu sichern und den Verbund so aufzustellen, dass Weiterentwicklung auch unter schwierigen Rahmenbedingungen möglich bleibt. Die von Schulz-Gohritz beschriebene Transformation – er bezeichnete sie als „Fitnessprogramm fürs Unternehmen“ – bilde hierfür die Grundlage.

Professor Dr. Markus Weigand, Stellvertretender Vorstand Medizin am Campus Heidelberg, und Professor Dr. Maurice Stephan Michel, Stellvertretender Vorstand Medizin am Campus Mannheim, machten deutlich, dass die Zusammenarbeit innerhalb des Verbunds vielerorts bereits gelebte Praxis ist. Die Manfred-Fuchs-Klinik, der enge Austausch in den radiologischen und chirurgischen Disziplinen, aber ebenso gemeinsame Freizeitaktivitäten der Behandlungsteams stünden beispielhaft für eine erfolgreiche Kooperation über Institutions- und Standortgrenzen hinweg und trügen zur weiteren Entwicklung des Verbunds bei.

Quelle:
klinikum.uni-heidelberg.de

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