Zukunftspakt II: Land Schleswig-Holstein übernimmt UKSH-Schulden

Das Land Schleswig-Holstein entlastet das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein mit dem Zukunftspakt II. Es übernimmt Kredite aus einem ÖPP-Projekt und finanziert Baukosten. Insgesamt stellt das Land mehr als 1,5 Milliarden Euro bereit…

5. März 2026
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Das Land Schleswig-Holstein unterstützt das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) mit einem umfassenden Finanzpaket. Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung, des UKSH-Vorstands sowie der Landtagsfraktionen unterzeichneten dazu im Kieler Landeshaus den sogenannten Zukunftspakt II.

Kern des Pakets ist die Übernahme von Immobilienkrediten aus einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft. Diese Kredite entstanden im Zuge der Modernisierung des Klinikums ab 2014 und belaufen sich auf rund 922 Millionen Euro. Mit der Übernahme entlastet das Land das UKSH finanziell deutlich.

Darüber hinaus finanziert das Land künftige Baukosten. Bis zum Jahr 2044 sollen rund 433 Millionen Euro für Bau- und Infrastrukturmaßnahmen bereitgestellt werden. Zusätzlich erhöht das Land den Investitionskostenzuschuss. Geplant sind unter anderem Maßnahmen zur Modernisierung der Wärme- und Stromversorgung sowie eine Optimierungsstrategie für den Klinikbetrieb.

Insgesamt erreicht das Engagement des Landes laut CDU-Fraktion eine Größenordnung von mehr als 1,5 Milliarden Euro. Die Kreditübernahme erhöht jedoch die Verschuldung des Landes und führt ab 2027 zu jährlichen Zinskosten von rund 27 Millionen Euro. Ein Teil der Ausgaben wird zunächst über das Sondervermögen „Impuls“ finanziert.

Der Zukunftspakt II findet breite politische Unterstützung. Auch Oppositionsfraktionen beteiligen sich an der Vereinbarung. Sie verweisen auf die zentrale Bedeutung des UKSH für die medizinische Versorgung, Forschung und Lehre im Land.

Quelle:
zeit.de

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