Zwei-Standort-Lösung für Unimedizin Mainz: Koalition ist dafür, Stadt prüft noch

Vorstandschef Kiesslich drängt auf rasche Gespräche mit der Stadt Mainz über einen zweiten Klinikstandort. Ein Neubau am bisherigen Standort würde bis 2055 dauern und sei teurer…

28. Juli 2026
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Die Universitätsmedizin Mainz, einzige Uniklinik in Rheinland-Pfalz, steht vor einer grundlegenden Standortentscheidung. Vorstandsvorsitzender Prof. Ralf Kiesslich macht Druck, denn eine Sanierung am bisherigen Standort in der Mainzer Oberstadt sei betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll, funktional nachteilig und mit Blick auf resiliente Klinikstrukturen am Innenstadt-Campus nicht umsetzbar.

Vertiefende Gutachten belegen, dass ein Neubau am bestehenden Standort bis 2055 dauern würde. Ein Zentralgebäude an einem zweiten Standort wäre schneller realisierbar. Kiesslich betont, der Kern der Unimedizin solle auf eine neue Fläche verlagert werden, was nur in Abstimmung mit der Stadt möglich sei.

Politisch erhält die Klinikleitung Rückenwind. Im Koalitionsvertrag der neuen schwarz-roten Landesregierung sprechen sich beide Parteien für eine Zwei-Standort-Lösung aus. Oberbürgermeister Nino Haase (parteilos) hatte Anfang Mai angekündigt, in den städtischen Gremien zunächst die Eckdaten für ein Gutachten zu Vor- und Nachteilen eines zweiten Standorts festzulegen.

Die Stadt hat inzwischen eine Bewertungsmatrix vorbereitet und die Unimedizin um Bestätigung zentraler Parameter gebeten, etwa zu Flächenbedarf, Anbindung und Gebäudevolumen. Geplant ist ein mehrstufiges Prüfverfahren mit Vor- und Detailprüfung. Wie lange es dauert, ist offen. Als möglicher zweiter Standort gilt ein Gelände am Stadtrand nahe des ZDF, das jedoch wegen möglicher Auswirkungen auf die Frischluftzufuhr für Mainz auch kritisch diskutiert wird.

Quelle:
merkurist.de

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