Zwischen Zero Trust und Vendor-Lock-in steht die Zukunft der Krankenhaus-IT

Krankenhäuser brauchen interoperable, resiliente IT-Architekturen. Die Verantwortung dafür liegt nicht bei der IT-Abteilung allein, sondern bei der gesamten Krankenhausleitung…

29. September 2026
  • Digitale Klinik
  • Ökonomie

Architekturentscheidungen in der Krankenhaus-IT bestimmen über klinische Handlungsfähigkeit, Compliance und Souveränität. Autor Wolf-Dietrich Lorenz macht deutlich, dass diese Verantwortung bei der Krankenhausleitung liegt, nicht allein bei der IT.

Offene Schnittstellen und Standardprotokolle sollen die Kombination von Komponenten verschiedener Anbieter in den Bereichen KIS, ERP und HCM ermöglichen und Vendor-Lock-ins verhindern. Zero-Trust-Ansätze, durchgängige Verschlüsselung, SIEM-Integration und automatisiertes Patchmanagement bilden die Basis gegen NIS2-Anforderungen und wachsende Cyberbedrohungen.

Investitionen sollten in Technologien mit langem Lebenszyklus, hoher Reife und klarem klinischem Nutzen fließen. Cloud- und SaaS-Modelle können Betriebsrisiken senken, sofern Governance, Vertragsmanagement und Notfallpläne geregelt sind.

In der Praxis blockieren gewachsene Insellösungen, unklare Verantwortlichkeiten und fehlende Ressourcen die Entwicklung. Die Folgen sind Effizienzverluste, Sicherheitslücken und geringe Nutzerakzeptanz.

Die Krankenhausleitung verantwortet Strategie, Budgets, Risiken und Compliance mit EU-AI-Act und KHZG. Die IT agiert als strategischer Partner, klinische Bereiche werden zu Mitgestaltern, Anwender tragen Verantwortung für sichere Nutzung. Nur wenn Architektur und Beschaffung als gemeinsame Führungsaufgabe verstanden werden, entstehen nachhaltige Investitionen ohne neue Abhängigkeiten.

Quelle:
krankenhaus-it.de

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