2,64 Milliarden Euro Finanzierungslücke: MedTech-Verbände warnen vor wachsendem Investitionsstau
BVMed und ZVEI fordern in einem gemeinsamen Positionspapier, die Investitionsfinanzierung verbindlich in die Krankenhausplanung einzubinden, da 41 Prozent des Investitionsbedarfs ungedeckt bleiben…
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Die Medizintechnik-Verbände BVMed und ZVEI verlangen, dass die Bundesländer den Investitionsbedarf bereits bei der Vergabe von Leistungsgruppen verbindlich mitfinanzieren. In einem gemeinsamen Positionspapier warnen sie vor einem wachsenden Investitionsstau, der Gebäude und Medizintechnik gleichermaßen betrifft.
Laut Berechnungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft lag die Finanzierungslücke allein 2023 bei 2,64 Milliarden Euro. 41 Prozent des notwendigen Investitionsbedarfs blieben ungedeckt. Die Verbände sehen darin eine strukturelle Schieflage der dualen Krankenhausfinanzierung, bei der die Länder für Investitionen zuständig sind. Der medizinisch-technische Fortschritt sei in der Finanzplanung nur unzureichend berücksichtigt worden.
Marc-Pierre Möll, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied des BVMed, und Hans-Peter Bursig, Geschäftsführer des Fachverbands Elektromedizinische Technik im ZVEI, fordern eine verlässliche, planbare und gesamthafte Finanzierung. Der Investitionsbedarf müsse über die gesamte Nutzungsdauer eingeplant werden. Als Instrument schlagen die Verbände vor, die vom InEK kalkulierten Investitionsbewertungsrelationen weiterzuentwickeln.
Konkret betrifft dies Großgeräte, OP-Säle, Katheterlabore, robotisch assistiertes Operieren und digitale Infrastruktur. Steigende Anforderungen an Digitalisierung, Energieeffizienz und Resilienz sowie die demografische Entwicklung machten eine Reform dringend nötig.
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