34 Patientinnen von Fehldiagnosen betroffen – Klinik beginnt Überprüfung aller Befunde

In Bremen prüfen Behörden und Kliniken fehlerhafte Brustkrebsbefunde. Viele Patientinnen erhielten unnötige Therapien. Die Ermittlungen laufen…

8. Dezember 2025
  • QM

Die Staatsanwaltschaft Bremen untersucht 34 mögliche Fälle fahrlässiger Körperverletzung nach fehlerhaften Brustkrebsbefunden. Nach Angaben des Klinikverbunds Gesundheit Nord soll eine Pathologin seit Oktober 2024 einen speziellen Marker falsch bewertet haben. Durch den Fehler erhielten viele betroffene Patientinnen Therapien, die medizinisch nicht erforderlich waren. Dazu zählen Antikörpertherapien und vereinzelt Chemotherapien, die erhebliche Nebenwirkungen auslösen können.
Die Fachärztin arbeitet nicht mehr im Klinikum Bremen-Mitte. Das Haus hat ein Vier-Augen-Prinzip für Befunde eingeführt. Die Medizinerin war zusätzlich in der Pathologie der Universitätsmedizin Göttingen beschäftigt, dort jedoch nicht in die Brustkrebsdiagnostik eingebunden. Alle dort bearbeiteten Fälle wurden für den Zeitraum Oktober 2024 bis November 2025 überprüft. Auffälligkeiten gab es nicht.
Die Universitätsmedizin Göttingen nutzt bereits ein strukturiertes Vier-Augen-Verfahren. Die Ärztin wurde bis Weihnachten freigestellt, um interne Prüfungen im Qualitätsmanagement zu ermöglichen.

Quelle:
aerzteblatt.de

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