457.000 Unterschriften gegen geplante Kürzung bei Hautkrebsvorsorge
Knapp 457.000 Menschen protestieren gegen die geplante Streichung der Hautkrebsvorsorge. Die Reform zielt auf GKV-Einsparungen, sieht aber künftig nur noch gezielte Screenings für Risikogruppen vor…
- Politik
Fast 457.000 Menschen wenden sich gegen die geplante Streichung der allgemeinen Hautkrebsvorsorge und kritisieren die Reformpläne zur Stabilisierung der GKV-Finanzen. Sie sehen darin ein Risiko für die Früherkennung und damit für den Behandlungserfolg.
Die Kampagnenorganisation Campact sammelte die Unterschriften und fordert, zentrale Leistungen wie die kostenfreie Hautkrebsvorsorge beizubehalten. Hintergrund sind Reformpläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, die Einsparungen im Gesundheitssystem vorsehen.
Nach den aktuellen Vorschlägen soll die allgemeine Vorsorge entfallen. Der Gemeinsame Bundesausschuss soll stattdessen Risikogruppen definieren und gezielte Screenings ermöglichen. Die Empfehlungen stammen aus der Finanzkommission Gesundheit. Das Kabinett soll die Reform noch im April beschließen. Der Bundestag soll sie bis zur Sommerpause verabschieden.
Campact verweist auf steigende Hautkrebszahlen und betont den Nutzen früher Diagnosen für schonende Behandlungen. Vertreterin Antonia Becher kritisiert, Einsparungen bei der Vorsorge könnten zu späteren Diagnosen führen. Sie fordert eine stärkere finanzielle Beteiligung der Pharmaindustrie.
Die Organisation kündigt eine Demonstration vor dem Kanzleramt an. Dort tagt zeitgleich das Bundeskabinett.
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