50-Milliarden-Sparkatalog: GKV benennt Kliniken, Arzneimittel und Praxen als Haupttreiber

Die Kassen legen ein großes Sparpaket vor, um steigende Beiträge zu stoppen. Viele Bereiche sollen sparen, die Politik muss entscheiden…

5. Dezember 2025
  • Ökonomie

Die gesetzlichen Krankenkassen schlagen ein Sparpaket von 50 Milliarden Euro vor, um kommende Beitragssteigerungen zu vermeiden. Der GKV-Spitzenverband sieht die Ursachen des finanziellen Drucks vor allem in steigenden Ausgaben. Ohne strukturelle Reformen würden Beitragssatz und Zusatzbeitrag bis 2027 deutlich steigen. Das Papier umfasst mehr als 50 Maßnahmen mit Fokus auf Krankenhäuser, Arzneimittel und die ambulante Versorgung. Der Verband fordert die Streichung versicherungsfremder Leistungen sowie die dauerhafte Aussetzung der Meistbegünstigungsklausel. Weitere Vorschläge betreffen gekürzte Zusatzhonorare, begrenzte Budgets für Haus- und Kinderärzte sowie steuerliche Entlastungen wie einen reduzierten Mehrwertsteuersatz auf Arzneimittel. Zudem sollen Ausbildungskosten vollständig vom Staat getragen und tarifliche Kostensteigerungen nicht voll refinanziert werden. Nach Einschätzung des Verbandes müssen Kliniken, Pharmaindustrie und Praxen gemeinsam zur finanziellen Stabilisierung beitragen.

Quelle:
aok.de

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