71 Prozent der Ärztinnen und Ärzte fühlen sich nicht angemessen bezahlt

Eine Medscape-Umfrage unter 630 Ärztinnen und Ärzten zeigt große Einkommensunterschiede nach Geschlecht und Arbeitsort. 71 Prozent fühlen sich nicht angemessen bezahlt …

16. Oktober 2026
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Die Zufriedenheit mit der Vergütung hängt vom Verhältnis aus Einkommen, Arbeitszeit, Verantwortung, Kosten und administrativer Belastung ab. Das zeigt eine Medscape-Umfrage unter 630 Ärztinnen und Ärzten.

Das durchschnittliche Brutto-Jahreseinkommen aus der Behandlung von Patienten liegt bei rund 163.300 Euro, der Mittelwert verdeckt jedoch große Unterschiede. Männer erzielen im Schnitt rund 178.200 Euro, Frauen knapp 128.900 Euro. Ab 45 Jahren kommen Ärztinnen und Ärzte auf rund 168.900 Euro, unter 45-Jährige auf knapp 133.000 Euro. In Praxen liegt das Einkommen bei rund 175.200 Euro, im Krankenhaus bei etwa 158.600 Euro.

Für 48 Prozent blieb das Einkommen 2025 unverändert, 28 Prozent verdienten sogar weniger.

36 Prozent der Befragten arbeiten 2025 mehr als im Vorjahr, 14 Prozent sogar um mehr als 10 Prozent. 42 Prozent sehen wöchentlich mehr als 100 Patienten persönlich. Die Hälfte kommt auf mindestens 15 Stunden administrative Arbeit pro Woche.

71 Prozent fühlen sich nicht angemessen bezahlt, 2023 waren es 65 Prozent. 70 Prozent bewerten ihre Steuerbelastung als unfair. Die Bundesregierung hat angekündigt, Überstundenzuschläge steuerfrei zu stellen.

Eine Gebühr für versäumte Termine befürworten 67 Prozent der Befragten. Rechtlich ist sie kein Automatismus. Ob Patienten zahlen müssen, hängt davon ab, ob ein konkreter Verdienstausfall entstanden ist und ob der Termin anderweitig hätte vergeben werden können.

Quelle:
deutsch.medscape.com

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