Jede zweite Klinik gehackt: Cybersicherheit wird zur Chefsache
Deutsche Krankenhäuser melden steigende Angriffszahlen und wachsendes Sicherheitsbewusstsein zugleich. Investitionen in moderne Schutztechnologien nehmen deutlich zu…
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Mehr als die Hälfte der deutschen Krankenhäuser war innerhalb der vergangenen zwölf Monate von einem Cyberangriff betroffen, jede fünfte Einrichtung meldete daraus resultierende Betriebsunterbrechungen. Das sind zentrale Ergebnisse einer Studie von ESET und Techconsult unter 165 Gesundheitseinrichtungen, darunter 58 Krankenhäuser, in Deutschland.
Trotz dieser Bedrohungslage ist das Sicherheitsbewusstsein deutlich gestiegen. Rund vier von fünf Krankenhäusern verfügen über einen Notfallplan für schwere Angriffe wie Ransomware-Attacken, viele testen diese Prozesse regelmäßig. Mehr als 85 Prozent der befragten Kliniken planen, innerhalb der nächsten zwölf Monate Lösungen zur Angriffserkennung und -abwehr einzuführen oder auszubauen, darunter Managed Detection and Response (MDR) und Endpoint Detection and Response (EDR).
Auch die digitale Souveränität gewinnt an Gewicht. Bereits die Hälfte der Einrichtungen nutzt IT-Sicherheitslösungen europäischer Anbieter, mehr als 80 Prozent können sich einen künftigen Wechsel zu einem EU-Anbieter vorstellen. Datenschutz, Compliance und Vertrauen werden damit zu relevanten Faktoren bei Investitionsentscheidungen.
Bei den Basismaßnahmen setzt die Mehrheit der Kliniken bereits auf Firewalls, E-Mail-Sicherheitslösungen und Multi-Faktor-Authentifizierung. Veraltete IT-Systeme und Fachkräftemangel bremsen den weiteren Ausbau der Cyberresilienz vielerorts noch.
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