Erzgebirgsklinikum stellt Sanierungsplan vor

Für das Erzgebirgsklinikum steht jetzt der nächste wichtige Schritt in eine sichere Zukunft an

10. September 2024
  • Ökonomie

Für das Erzgebirgsklinikum steht jetzt der nächste wichtige Schritt in eine sichere Zukunft an: Wie vom Aufsichtsrat und dem Gesellschafter im Juni beauftragt, hat die Geschäftsführung fristgerecht ein Sanierungskonzept erstellt, das nun im Kreistag vorgestellt wurde. Damit wird das Medizinkonzept fortgeschrieben, das nach der erfolgreichen Fusion vor allem die Neuordnung der Struktur und eine Organisationstraffung in den Mittelpunkt stellte. „In den vergangenen dreieinhalb Jahren seit der Fusion haben wir viel erreicht“, erklärt Marcel Koch, Geschäftsführer der Erzgebirgsklinikum gGmbH und ihrer drei Tochtergesellschaften. „Die Herausforderungen im Gesundheitswesen werden aber leider nicht kleiner. Darum dürfen wir uns auf diesen ersten Erfolgen nicht ausruhen, sondern müssen den eingeschlagenen Weg jetzt konsequent weitergehen.“

Wie alle Krankenhäuser in Deutschland leidet das Erzgebirgsklinikum unter den anhaltend schwierigen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen. Die stationären Patientenzahlen sind in den vergangenen Jahren gesunken und werden – so prognostizieren es Experten – nicht mehr das Niveau der Vor-Corona-Jahre erreichen. Inflationsbedingte Mehrkosten sorgen zeitgleich dafür, dass Kosten steigen und die Kosten-Erlös-Schere immer weiter auseinanderklafft. Hinzu kommen am Erzgebirgsklinikum lokale Besonderheiten: Der Anteil der Älteren in der Bevölkerung wächst. Verbunden damit, steigt die Nachfrage insbesondere nach ambulanten Gesundheitsdienstleistungen. Aber immer mehr niedergelassene Ärztinnen und Ärzte gehen in Rente und können keine Nachfolger finden. „Das ist eine Lücke, die wir – aus Verantwortung gegenüber den Menschen im Landkreis – schließen möchten“, erläutert Koch. Über die bereits jetzt etablierten Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) hinaus, wolle man künftig auch im ambulanten Bereich ein verlässlicher Partner für die Patientinnen und Patienten der Region werden. „Dabei werden alle vier Standorte erhalten bleiben“ stellt Koch klar. Denn durch die eingeschränkte Erreichbarkeit aufgrund des Gebirges und der Grenze zur Tschechischen Republik seien sie zur Sicherstellung der Krankenversorgung zwingend erforderlich. „Es ist aber dringend erforderlich, Doppelvorhaltungen im Leistungsangebot zwischen den Standorten abzubauen, sich gesundzuschrumpfen und alle Kosten auf den Prüfstand zu stellen.“…

Quelle:

erzgebirgsklinikum.de


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